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Norddeutschland Höhere Mütter-Renten gefordert
Nachrichten Norddeutschland Höhere Mütter-Renten gefordert
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22:24 08.11.2013
Kiel

Der Sozialverband in Schleswig-Holstein fordert angesichts sinkender Geburtenraten deutlich höhere Renten für Mütter. Es müsse eine „große Gerechtigkeitslücke in unserem Rentensystem geschlossen werden“, sagte der Landesvorsitzende Sven Picker gestern in Kiel. Anlass waren Daten des Statistischen Bundesamtes zur Geburtenentwicklung und zur Kinderlosigkeit.

Danach bringen in Deutschland immer weniger Frauen Kinder auf die Welt. Bei den Berliner Koalitionsverhandlungen müsse das Thema auf den Tisch, forderte Picker gestern. Er verwies auf den durchschnittlichen Rentenzahlbetrag für kinderlose Frauen, der im Jahr 2012 bei 651 Euro lag. Mütter von vier Kindern hingegen bekamen im Durchschnitt nur 456 Euro.

Diese Zahlen seien angesichts der sinkenden Geburtenrate und der demografischen Entwicklung beschämend, sagte Picker.

Nach Angaben des Sozialverbandes ist es gesetzlich festgelegt, dass die Kindererziehungszeiten aus Steuermitteln finanziert werden müssen. Die Rentenkassen dürften nicht angetastet werden. Zur Gegenfinanzierung von höheren Mütterrenten schlägt der Verband vor, „auf das sozialpolitisch unsinnige Betreuungsgeld zu verzichten“, das Eltern seit 1. August dieses Jahres in Anspruch nehmen können.

Zudem müssten Kindererziehungszeiten gleich hoch berücksichtigt werden, fordert der Sozialverband. Derzeit wird für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, dem erziehenden Elternteil ein Rentenjahr (etwa 28 Euro/1 Entgeltpunkt) gewährt. Für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, sind es drei Rentenjahre (84 Euro/3 Entgeltpunkte). „Diese Ungerechtigkeit ist nicht hinnehmbar“, betonte Picker.

LN

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