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Norddeutschland Hoher Besuch in Kiel: Fürst Albert II. geehrt
Nachrichten Norddeutschland Hoher Besuch in Kiel: Fürst Albert II. geehrt
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21:18 12.09.2016
Foto mit Preis und Fürst: Albert II. (2.v.l.) posiert mit Peter Herzig (l.), Direktor des Geomar Ozeanforschungszentrums, Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Torsten Albig (SPD). Quelle: Scholz/dpa
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Kiel

Fürst Albert II. von Monaco hat zu mehr Einsatz zum Schutz der Meere aufgerufen. „Wir alle müssen uns weiter für die Belange der Meere engagieren. Ohne sie werden wir nicht überleben“, sagte er in Kiel. Dort wurde er mit dem Deutschen Meerespreis ausgezeichnet. Der Monarch erhielt die Ehrung als Präsident des Mittelmeerforschungsrates (CIESM) und in Würdigung seines langjährigen Engagements zum Schutz der Meere. Der Fürst eröffnete im Anschluss an die Preisverleihung den 41. CIESM-Kongress.

„Gute Meerespolitik ist international.“Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident

Zu der Veranstaltung werden in den kommenden Tagen mehr als 500 Wissenschaftler aus 50 Ländern erwartet. Der Rat tagt erstmals in Deutschland. Hier werde hervorragende Meeresforschung betrieben, daher freue er sich, dass der Mittelmeerforschungsrat in Deutschland tagt, sagte der Fürst.

Der EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten, Karmenu Vella, sagte in seiner per Videobotschaft übertragenen Laudatio, ohne Initiativen wie CIESM könnten keine Antworten auf die drängenden Fragen zur Zukunft unserer Weltmeere gefunden werden. Die Ozeane seien lange Zeit respektlos als unendliche Ressource genutzt worden. Doch glücklicherweise habe sich das Bewusstsein vielerorts gewandelt.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte: „Für die meisten Menschen ist das Meer noch immer ein Sehnsuchtsort.“ Allerdings sei dieser Sehnsuchtsort bedroht, beispielsweise durch Überfischung, Artensterben, Versauerung und Klimawandel. Und er sei ein Ort, über den die Menschen trotz der immensen Bedeutung noch zu wenig wüssten. Forschung auf diesem Gebiet sei sehr wichtig, auch gerade mit Blick auf Interessenkonflikte, die sich zwischen Nutzung und Schutz der Meere ergeben, sagte Wanka.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) als Schirmherr des Meerespreises bezeichnete den Preisträger als einen Mann, der politische Entscheidungsmacht mit einem tiefen Wissen um die Belange der Meere verbinde. Albig erinnerte daran, dass Meerespolitik nie kleinstaatlich sein dürfe: Müll und Gift hielten sich leider nicht an internationale Seegrenzen. „Gute Meerespolitik ist international.“ Und sie brauche internationale Meeresforschung.

Das monegassische Staatsoberhaupt engagiert sich nicht nur im Mittelmeerforschungsrat, der auf Initiative von Fürst Alberts Urgroßvater, Albert I., 1919 gegründet worden war. Der Fürst setzt sich darüber hinaus persönlich für den Schutz der Meere ein, etwa durch eine nach ihm benannte Stiftung zum Schutz der Natur in der Arktis. Auch unterstützt er Forschungsprojekte zur Klimaerwärmung und Ozeanversauerung. Diese Themen gehören nach Ansicht Wankas zu den aktuellsten Herausforderungen im Bereich der Meeresforschung.

LN

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