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Norddeutschland Holsten braut bald südlich der Elbe
Nachrichten Norddeutschland Holsten braut bald südlich der Elbe
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21:14 05.10.2017
David Iain Gow von Carlsberg (v.l.), Jens Quade vom Bauträger Züblin, Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Sebastian Holtz, Carlsberg Deutschland, beim Spatenstich. Quelle: Foto: Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Die veraltete Betriebsanlage, die Verkehrssituation und das nächtliche Verladeverbot aufgrund von Lärmbeschränkung in Altona seien die Hauptgründe für die Verlagerung in den Süden der Stadt, berichtete der Geschäftsführer von Carlsberg Deutschland, Sebastian Holtz. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich überzeugt, dass im Stadtteil Hausbruch eine der modernsten Brauereien Europas entstehen wird. Dadurch werde die Stadt ein bedeutender Brauereistandort bleiben, sagte Scholz. Er erinnerte an die lange Tradition des Unternehmens, das zur dänischen Carlsberg-Gruppe gehört: „1879 wurde die Holsten-Brauerei gegründet, seit 138 Jahren kommt das Holsten aus Altona.“ Der Senat mit Scholz an der Spitze hatte sich eingeschaltet, um die Brauerei zu halten.

Die neue Umgebung ist im Gegensatz zur Innenstadtlage weitläufig, um das 67 000 Quadratmeter große Grundstück stehen vereinzelt Industriehallen anderer Firmen. Hier sollen vom ersten Quartal 2019 an eine Million Hektoliter Bier jährlich produziert werden – das sind 300 Millionen 0,33er Flaschen. Im Vergleich zu den etwa 60000 Flaschen Bier, die pro Stunde durch die Altonaer Flaschenabfüllanlage laufen, dürfte die künftige Produktion zurückgehen – bedingt durch einen rückläufigen deutschen Biermarkt. Holtz kündigte an, dass der Betrieb „mit weniger Mitarbeitern auf dem neuen Standort arbeiten“ wird. Zahlen nannte er nicht. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befürchtet den Abbau von 70 Arbeitsplätzen. Sie verlangt Verhandlungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen, für Abfindungsregelungen und Qualifizierung. Die Brauerei hat 450 Mitarbeiter. Das Gelände in Altona übernimmt der Immobilienentwickler Gerch-Group, der dort 750 Millionen Euro investieren will – unter anderem in 1500 Wohnungen.

LN

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