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Norddeutschland Horror-Unfall auf der A 23: Totgeglaubte wird im Sarg in die Pathologie gebracht
Nachrichten Norddeutschland Horror-Unfall auf der A 23: Totgeglaubte wird im Sarg in die Pathologie gebracht
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16:41 03.09.2013
Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Itzehoe kamen am Montag zwei Menschen ums Leben. Quelle: dpa
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Itzehoe

Es ist der Horror: Eine schwer verletzte Frau wird gestern nach einem Verkehrsunfall bei Itzehoe in einem Sarg per Leichenwagen in die Pathologie eines Krankenhauses gebracht. Dort bemerkt ein Pfleger, dass die angebliche Leiche noch atmet. Das räumte der Sprecher des Klinikums Itzehoe ein. Erst danach kommt die ältere Frau auf die Intensivstation.

Die Frau war bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn 23 am Morgen lebensgefährlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben verließ der mit drei Erwachsenen und vier Kindern besetzte Kombi auf der Störbrücke seine Spur und raste in den Gegenverkehr. Eine 36-jährige Frau und ein 6-jähriger Junge aus Husum starben noch an der Unfallstelle. Die anderen fünf Insassen — darunter zwei Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren sowie die zunächst totgeglaubte ältere Frau — überlebten schwer verletzt. Der 42-jährige Fahrer des zweiten Wagens wurde ebenfalls schwer verletzt. Eine 34-jährige Fahrerin, die mit ihrem Kleinwagen in die Unfallstelle raste, kam mit leichten Blessuren davon.

Notärzte hätten vor Ort die angeblich Tote untersucht und keine Lebenszeichen festgestellt, sagte Deister. Die Rettungskräfte hätten an der Unfallstelle ein EKG erstellt und bei der Frau keine Vitalzeichen festgestellt. Darum und aufgrund der sehr schweren Kopfverletzungen sei die Frau als klinisch tot eingeschätzt worden — also nicht für tot erklärt worden, sagte der Klinik-Sprecher. Nachdem die anderen Verletzten mit Rettungswagen abtransportiert waren, sei die angebliche Tote in einem Transportsarg gemeinsam mit einer Leiche ins Klinikum gebracht worden.

Dort bemerkte ein Pathologie-Pfleger, dass die Frau atmet.

Bei dem Auto des Unfallverursachers handelte es sich nach Angaben eines Polizeisprechers um einen fünfsitzigen Wagen. In dem Fahrzeug saßen sieben Menschen. An allen drei Fahrzeugen entstand Totalschaden. An der Unfallstelle ist die A23 wegen eines Brückenneubaus auf eine Fahrbahn je Richtung verengt. Der Verkehr läuft ohne Trennung der Fahrspuren durch eine Leitplanke eng aneinander vorbei. Die Autobahn wurde für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten viereinhalb Stunden lang in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

LN

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