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Norddeutschland Horror-Unfall auf der Störbrücke: 72-Jährige gestorben
Nachrichten Norddeutschland Horror-Unfall auf der Störbrücke: 72-Jährige gestorben
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22:16 04.09.2013
In dem völlig zerstörten Kombi — einem Fünfsitzer— saßen sieben Personen. Quelle: Foto: dpa

Die 72-jährige Frau, die nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 23 bei Itzehoe am Montag irrtümlich für tot erklärt worden war, ist im Westküstenklinikum in Heide gestorben. Dienstag gegen 23 Uhr sei die Frau ihren schweren Verletzungen erlegen, sagte gestern der Geschäftsführer des Klinikums, Harald Stender . Einen Zusammenhang mit der verzögerten Behandlung der Frau schloss er aus: „Die schweren Kopfverletzungen haben letztendlich zum Tod geführt.“ Die Staatsanwaltschaft Itzehoe leitete ein Todesermittlungsverfahren ein: Starb die Frau womöglich, weil sie zu spät ins Krankenhaus kam?

„Zunächst wird der Leichnam der Frau obduziert“, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Uwe Dreeßen. Ein rechtsmedizinisches Gutachten solle Klarheit schaffen, ob die verzögerte Einlieferung der Frau ins Krankenhaus mitverantwortlich für den Tod war. Sollte dies der Fall gewesen sein, folgt ein Ermittlungsverfahren zu der Frage, ob es schuldhaftes Verhalten gab. Am Unfallort war die Frau als „klinisch tot“ eingeschätzt und mit einem Leichenwagen zur Pathologie des Klinikums Itzehoe gebracht worden, wo der Bestatter und sein Helfer Lebenszeichen im Leichensack bemerkten. Die Frau kam auf die Intensivstation, sie wurde aber wegen ihrer schweren Kopfverletzungen nach Heide verlegt und dort operiert.

Ein mit drei Erwachsenen und vier Kindern besetzter Kombi war auf der Störbrücke bei Itzehoe — einer Baustelle — in den Gegenverkehr geraten und mit einem anderen Auto frontal zusammengestoßen. Zwei Menschen starben unmittelbar, sechs wurden schwer verletzt, darunter die jetzt in der Klinik gestorbene 72-Jährige.

Gegen den schwer verletzten 18-jährigen Fahrer ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Es sei unklar, warum er auf die Gegenfahrbahn gekommen sei, sagte Dreeßen. Ein Dekra-Gutachten solle Aufschluss über den Unfallhergang geben und zudem über eventuelle technische Mängel des Autos. Das Ergebnis einer Blutprobe des Fahrers steht noch aus.

LN

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