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Norddeutschland Hunderte Lieferscheine von Refood falsch ausgefüllt
Nachrichten Norddeutschland Hunderte Lieferscheine von Refood falsch ausgefüllt
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20:54 17.05.2018
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Schleswig

Hunderte Lieferscheine der Firma Refood für Gärsubstrate enthielten jahrelang wahrscheinlich falsche Angaben über die Menge der Fremdstoffe, die nun über die Schleswiger Kläranlage in die Schlei gelangt sind. Das sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig, Wolfgang Schoofs, am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Werkausschusses Abwasserentsorgung/Umweltdienste zum Thema „Plastik in der Schlei“.

Aus Analysen, die Refood für die Eigenkontrolle erstellt und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zur Verfügung gestellt hat, gehe hervor, dass deutlich mehr Fremdstoffe im Gärsubstrat enthalten sind, als in den Lieferscheinen angeben.

„Dieser Sachverhalt hat uns überrascht und verärgert“, sagte Schoofs. Er sei selbstverständlich dem Landeskriminalamt übermittelt worden. In den vergangenen Tagen waren wegen der Analyseergebnisse Befürchtungen geäußert worden, es sei deutlich mehr Plastik in die Schlei gelangt als bisher angenommen.

Ein Refood-Sprecher teilte auf Nachfrage schriftlich mit: „Bestätigen können wir generell, dass auch uns tatsächlich Differenzen zwischen Fremdstoff-Angaben auf den Lieferscheinen und den Daten externer Labore aufgefallen sind, die von ReFood regelmäßig mit der Analyse beauftragt werden und deren Ergebnisse ReFood an die zuständige Stelle weitergeben hat.“

Die Untersuchungsbehörden seien darüber informiert und der Hintergrund für diese Differenzen ausführlich erläutert worden. Wegen des laufenden Verfahrens könnten keine weiteren Informationen zur Verfügung gestellt werden.

dpa/lno

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