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IS-Prozess: Freispruch gefordert

Hamburg IS-Prozess: Freispruch gefordert

Drei junge Syrer stehen in Hamburg als mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staates vor Gericht. Doch wollten sie wirklich Terroranschläge begehen? Nach Darstellung der Verteidigung waren sie Vorzeigeflüchtlinge, die keine Schuld trifft.

Hamburg. Die Verteidiger haben gestern vor dem Oberlandesgericht Hamburg einen Freispruch für die drei mutmaßlichen Mitglieder des Islamischen Staates (IS) gefordert. Der Anwalt eines 19-jährigen Syrers aus Aleppo betonte gestern, sein Mandant habe sich seit längerem von der Terrororganisation distanziert. Er sei als Jugendlicher von dem System in Syrien missbraucht worden, so wie die Kindersoldaten der Wehrmacht am Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Verteidiger eines 20-jährigen Syrers erklärte, die Bundesanwaltschaft habe keinen Tatnachweis erbringen können. Der Anwalt des dritten Angeklagten, ebenfalls aus Syrien und 27 Jahre alt, hat ebenfalls Freispruch beantragt.

Den drei jungen Männern wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft hat Strafen zwischen vier und acht Jahren Haft gefordert. Sie beschuldigt die Syrer, im Herbst 2015 vom IS nach Deutschland geschickt worden zu sein, um sich für Anschläge in Europa bereitzuhalten. Die Angeklagten waren im September 2016 in Flüchtlingsunterkünften in Großhansdorf, Ahrensburg und Reinfeld (alle Kreis Stormarn) festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft sollen die Syrer Kontakte zum selben Netzwerk gehabt haben, das im November 2015 die Attentate von Paris mit 130 Todesopfern und im März 2016 die Anschläge von Brüssel mit 30 Toten verübte. In Deutschland hätten sich die Angeklagten unauffällig verhalten und Praktika in einer Behindertenwerkstatt und einem Krankenhaus begonnen. Sie seien jedoch durch die Ergebnisse der Observation, der Auswertung ihrer Handydaten und durch Zeugenaussagen überführt.

„Eine Verurteilung ist – selbst wenn man den Ausführungen der Bundesanwaltschaft folgt – nicht zu begründen“, sagte dagegen der Lübecker Anwalt Andreas Mroß, der den 19-Jährigen verteidigt. Am 23.

Februar will der Staatsschutzsenat sein Urteil verkünden.

LN

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