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Norddeutschland Ich bin es satt mit „statt“
Nachrichten Norddeutschland Ich bin es satt mit „statt“
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18:10 23.12.2017

Zugegebenermaßen liefern wir Ihnen diese Zeitung gedruckt ins Haus und nicht handgeschrieben. Der Druck hat Vorteile in der Vervielfältigung und auch platzmäßig lässt sich auf diese Weise deutlich mehr auf einem weißen Bogen Papier unterbringen. Unbestritten.

In diesen Tagen aber freuen wir uns häufig über Handgeschriebenes: den Weihnachtsgruß. Er kommt von den Verwandten aus Übersee und ist in einem Postsack über den Ozean geflogen oder er hat Deutschland im Bauch eines Schiffes erreicht. Er stammt von der lieben Verwandtschaft oder von langjährigen Freunden. Er kommt manchmal in goldenen Kuverts daher. Vor allem: Er transportiert persönliche Zeilen.

Früher, da gehörte es zum guten Ton, diesen Weihnachtsgruß mit einem Füllfederhalter zu Papier zu bringen. Es folgten die Jahre, in denen man dafür vorm Fest eigens Tinte einkaufen musste. Gefüllt in Patronen, die nur für diesen Füller passten und für keinen anderen.

Nun erreichen uns immer häufiger Grüße auf elektronischem Wege. „Statt Weihnachtskarte“ steht schnöde im Betreff. Ein einziger Knopfdruck auf die PC- Tastatur, erledigt ist die Botschaft. Oder so:

Ein namhafter SPD-Politiker namens Ralf S. spannt den Ansagedienst der Telekom ein. Wie praktisch.

Heute zieht es die Menschen in die Kirche: Gläubige, Zweifelnde, selbst Ungläubige. Um die frohe Botschaft zu hören oder einfach, um Weihnachtsatmosphäre zu atmen. Ich hoffe, an der Kanzel klebt kein Zettel mit dem Hinweis „Statt Predigt“.

LN

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