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Norddeutschland Im Moor versunken
Nachrichten Norddeutschland Im Moor versunken
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18:10 21.10.2017
Von Helge von Schwartz norddeutschland@LN-Luebeck. de

Moore sind archäologische Schatzkammern. Viele Dinge sind dort versunken und werden so für die Nachwelt konserviert: Schmuck, Jagdwaffen, sogar Autobahnen. Bei Tribsees werden Forscher in einigen Jahrhunderten die Reste der A 20 entdecken. Die ist dieser Tage auseinandergebrochen und muss repariert werden.

Das wird teuer. Und wer bezahlt das? Eine gute Idee wäre es, den Anwohnern die Kosten zu übertragen. Es sind nicht sehr viele – das spart Verwaltungskosten. Und letztlich profitieren die Nachbarn am meisten von der Autobahn. Denn die Fernstraße hält den Verkehr aus dem Dorf raus. Und die paar Milliönchen – da müssen die Bürger sich eben mal eine Weile etwas einschränken. Das Prinzip klappt schließlich auch in Lütjenburg, wo ein Bauer fast 200000 Euro zahlen muss – dafür hat er jetzt einen luxuriösen Weg zu seinen Äckern, der sogar nachts teils beleuchtet ist.

Licht an auf dem Land war früher keine so gute Idee, weil dann jede Menge Motten oder Mücken kamen. Aber dieses Problem ist inzwischen aus der Welt geschafft. 75 Prozent der Insekten sind in den vergangenen Jahren verschwunden, hat jetzt eine Studie des Naturschutzbundes ergeben. Und schuld seien die Pestizide.

Dafür sind noch 100 Prozent aller Belttunnel-Projekte am Leben – da helfen auch keine Chemikalien. Der Nabu sorgt sich hier um die Finanzierung, die keine Anwohner übernehmen können, weil’s in der Ostsee keine gibt. Immerhin: Im Moor versinken kann der Tunnel nicht.

LN

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