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Das Jahr 2015 in Lübeck

Rückblick Das Jahr 2015 in Lübeck

Auch dieses Jahr ist in Lübeck viel passiert. Gleich im Frühjahr standen sich 3500 Polizisten und 3000 Demonstanten gegenüber, weil sich die G7-Außenminister im Hansemuseum trafen.

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Zu Besuch in Lübeck: Italiens Außenminister Paolo Gentiloni (v. l.), EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry.

Quelle: dpa

Außerdem musste der Flughafen erneut Insolvenz anmelden - nur etwas mehr als ein Jahr nach seiner vermeintlichen Rettung. Und der Konzertsaal der MuK musste im Herbst wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt werden. Doch über allem schwebte natürlich die enorme Zahl an Flüchtlingen, die in diesem Jahr nach Lübeck kamen.

G7:

Ein Hauch von Weltpolitik: Die Außenminister der sieben wichtigsten Industriestaaten verbringen den 14. und 15. April in Lübeck. Dort konferieren die G7 und bereiten den Gipfel ihrer Staatschefs im Juni auf Schloss Elmau in Bayern vor. Die Hansestadt ist im Ausnahmezustand – denn so viel Prominenz ist selten in der Hansestadt. Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) hat seine G7-Kollegen eingeladen. Es reisen an: der Amerikaner John Kerry (allerdings nur für zwei Stunden), der Franzose Laurent Fabius, der Brite Philip Hammond, der Italiener Paolo Gentiloni, der Kanadier Rob Nicholson sowie der Japaner Fumio Kishida.

Die Altstadt ist für die zwei Tage rund um das Hansemuseum gesperrt. Es ist zu dem Zeitpunkt noch gar nicht eröffnet, doch dort tagen die sieben Herren. Die Konferenz in dem halbfertigen Haus kostet den Bauherrn – die Possehl-Stiftung – eine halbe Million Euro. In Lübeck sind 3500 Polizisten aus acht Bundesländern im Einsatz. 3000 Demonstrationen sind während der Haupt-Demo vor Ort, 200 waren vermummt. Doch alles bleibt friedlich. Kosten für die Sicherheit des G7-Treffens: 4,6 Millionen Euro. Nach dem Treffen gibt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) seinen Eindruck der mächtigen Männer wieder: „Fabius hatte immer einen Witz auf den Lippen, auch der Italiener Gentiloni ist ein witziger Typ, der Kanadier ist etwas steifer, der Brite Philip Hammond ist sehr britisch mit einem sehr britischen Humor, ein fröhlicher Typ. Fumio Kishida war sehr nett, sehr interessiert. John Kerry ist ein ernster Typ, war aber auch locker.“

 

 

Flughafen:

Der Lübecker Flughafen kommt nicht aus den wirtschaftlichen Turbulenzen.

Der Lübecker Flughafen kommt nicht aus den wirtschaftlichen Turbulenzen.

Quelle:

Schon wieder: Am 30. September muss der Flughafen Insolvenz anmelden. Der chinesische Flughafen-Investor Yongqiang Chen hat den Geldhahn zugedreht. Als Insolvenzverwalter wird wieder der Hamburger Anwalt Klaus Pannen ernannt. Er hatte bereits die erste Insolvenz des Airports begleitet – im April 2014. Aktuell gibt wes fünf Interessenten . Bis Ende Januar ist das Insolvenzverfahren verlängert worden – allerdings haben ein Viertel der Airportmitarbeiter ihre Jobs verloren. Die 75 Stellen wurden auf 50 reduziert, um den Flughafen überhaupt aus der Insolvenz verkaufen zu können.

 

 

MuK:

Ein neues, großes bauliches Sorgenkind: die Lübecker Musik- und Kongresshalle.

Ein neues, großes bauliches Sorgenkind: die Lübecker Musik- und Kongresshalle.

Quelle:

Hiobsbotschaft: Der Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle (MuK) ist so marode, dass er Ende September gesperrt werden muss. Die Akustikdecke über dem Zuschauerraum ist einsturzgefährdet. Das gebäudemanagement untersucht das gesamte Gebäude und kommt Mitte Dezember zu dem Schluss: 22,3 Millionen Euro kostet die Sanierung der MuK – inklusive des gesperrten Konzertsaals. Ende Januar wird das Thema in der Bürgerschaft behandelt. Noch ist unklar, ob die Politiker das Geld für die Sanierung freigeben. Derweil werden die Konzerte in der Rotunde gespielt, dem gläsernen Anbau.

 

 

Flüchtlinge:

Die große Zahl an Flüchtlingen stellt Lübeck vor große Herausforderungen – da blieben und bleiben die Kontroversen nicht aus.

Die große Zahl an Flüchtlingen stellt Lübeck vor große Herausforderungen – da blieben und bleiben die Kontroversen nicht aus.

Quelle:

Ein Thema, mit dem Lübeck bundesweit in die Schlagzeilen kommt: Die Bürgerschaft lehnt Ende Juni mit großer Mehrheit eine Erstaufnahme für 600 Flüchtlinge ab. Das Land wollte ein städtisches 17 000 Quadratmeter großes Grundstück im Wohngebiet Bornkamp dafür erwerben – doch die Bürgerschaft verkaufte der Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW das Areal nicht. Alle Fraktionen der Bürgerschaft (CDU, FDP, BfL, Linke, Partei-Piraten und Freie Wähler) lehnten die Veräußerung ab – außer der SPD.

Zuvor hatten die Anwohner eine massive Protestbewegung gegen die Flüchtlingsunterkunft angeschoben. Zunächst ging es um Grundstückspreise und diffuse Ängste, dann argumentierten die Anwohner, dass die Unterkunft mit 600 Plätzen zu groß und nicht im Sinne der Flüchtlinge seien. Die Politiker nahmen die Argumentation auf und forderten eine Erstaufnahme mit nicht mehr als 200 Plätzen. Das aber lehnte das Land als unpraktisch und finanziell nicht machbar ab. Jetzt hat das Land ein Grundstück an der Kronsforder Landstraße von Privatleuten gekauft. Auch die Grundstücke der beiden Nachbarn will sie erwerben. Der Landtag muss dem Kauf Ende Januar noch zustimmen. Das gilt als Formalie. Dann soll dort bis 2017 eine Erstaufnahme für 1500 Flüchtlinge entstehen. Derzeit hat das Land eine provisorische Erstaufnahme auf dem Volksfestplatz errichtet. Dort leben 1000 Asylsuchende in einem Containerdorf.

Anfang November bereitet sich die Hansestadt auf einen Ansturm der Transitflüchtlinge vor – nachdem Schweden angekündigt hat, Asylsuchenden ohne gültige Papiere die Einreise zu verweigern. Vier Turnhallen werden geräumt, um dort bis zu 1000 Hilfesuchende unterbringen zu können. Doch der Ansturm bleibt aus. Aktuell steht der ehemalige Praktiker- Baumarkt als Notunterkunft zur Verfügung. Bis Anfang November hatte sich die Stadt beim Thema Transitflüchtlinge weitestgehend herausgehalten – und deren Versorgung der Alternativen auf der Wallhalbinsel überlassen. Dort gibt es 200 Schlafplätze für Transitflüchtlinge.

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