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Norddeutschland Kampfmittelräumdienst entschärft Weltkriegsbombe in Hamburg
Nachrichten Norddeutschland Kampfmittelräumdienst entschärft Weltkriegsbombe in Hamburg
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02:15 21.09.2013
Mit Absperrband riegelte die Polizei den Gefahrenbereich nach einem Bombenfund in Wilhelmsburg ab. Quelle: Foto: dpa

Sie lag vier Meter tief im Boden und war 1000 Pfund schwer: Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern in Hamburg-Wilhelmsburg auf dem Gelände einer Kindertagesstätte unschädlich gemacht worden. Zuvor hatten etwa 4800 Menschen aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen müssen, teilte die Polizei mit. Sie konnten noch am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren.

„Der Heckzünder ging problemlos raus“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Probleme habe es jedoch mit dem stark deformierten Kopfzünder der Bombe gegeben. „Der ist vor über 70 Jahren aus 5000 Metern Höhe abgeworfen worden. Den können wir nicht einfach herausdrehen.“

Mit einem Wasserschneider schnitt der Kampfmittelräumdienst den Zünder raus, der etwa die Größe einer Cola-Dose hatte, wie der Sprecher sagte. Anschließend sprengten die Einsatzkräfte den Zünder. Die Bombe war am Donnerstagabend während Bauarbeiten bei der Kindertagesstätte in der Eckermannstraße gefunden worden.

Evakuiert worden war dreihundert Meter rund um den Fundort in der Eckermannstraße. Rund 250 Menschen sammelten sich im Schulzentrum; sie wurden versorgt vom Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst. In einem Radius von einem Kilometer rund um den Fundort mussten die Menschen Fenster und Türen geschlossen halten.

Auch in Hannover gab es einen Bombenfund. Am zweiten Abend in Folge mussten gestern Tausende Menschen kurzfristig ihre Wohnungen verlassen. Der Blindgänger sei bei Bauarbeiten entdeckt worden und sollte in der Nacht zu heute vor Ort gesprengt werden, teilte die Polizei mit. 14 500 Anwohner im Stadtteil Vahrenwald waren betroffen. Am Vorabend hatten für die Sprengung eines Blindgängers im gleichen Stadtteil bereits 3300 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen.

LN

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