Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Kein Internet: Was Verbraucher bei Störungen tun können
Nachrichten Norddeutschland Kein Internet: Was Verbraucher bei Störungen tun können
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:14 29.11.2016
Anzeige
Lübeck

Keine Serien, kein Videochat und kein Facebook, nicht mal eine E-Mail - viele Kunden der Telekom wissen derzeit, wie schlimm es "ohne" sein kann. Viele Dinge, die für Internetnutzer selbstverständlich sind, funktionieren bei einer Störung plötzlich nicht mehr. Doch wie finden Kunden in solchen Fällen heraus, ob es eine Störung gibt? Und gibt es deswegen Geld zurück? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was ist zu tun, wenn das Internet daheim nicht geht?

Der erste Schritt sollte immer zum Router gehen, sagt Thorsten Neuhetzki vom Onlineportal „Teltarif.de“. Denn die Geräte haben in der Regel Kontrollleuchten, mit denen sich die Verbindung ins Netz überprüfen lässt. „Leuchtet da irgendwas nicht, was sonst leuchtet, gibt es vermutlich eine Störung“, sagt der Experte. Ähnlich wie im aktuellen Fall sei ein Router-Neustart dann immer eine gute Idee. „Kaputtgehen kann dabei nichts.“

Was tun, die Kontrollleuchten in Ordnung sind?

Auch dann greift Computerregel Nummer eins: Ein Neustart ist fast nie verkehrt. Schließlich kann statt der Verbindung zwischen Router und Internet auch die zwischen Router und Endgerät gestört sein.

Nutzer sollten daher zunächst prüfen, ob sie mit anderen Geräten noch ins Internet können – und im Zweifelsfall neben dem Router auch die betroffenen Notebooks, Tablets und Co. aus- und wieder einschalten. So haben alle beteiligten Geräte eine neue Chance, sich miteinander zu verbinden.

Und was, wenn die Störung nicht in der Wohnung liegt?

Wer auf anderen Wegen noch im Netz surfen kann, zum Beispiel über das Mobilfunknetz per Smartphone, sollte nach Leidensgenossen suchen. „Bei größeren Sachen gibt es oft auf Facebook oder Twitter schon entsprechende Meldungen“, sagt Neuhetzki. Ansonsten lohnt sich ein Anruf beim Kundenservice des Providers. Bei umfassenden Störungen weiß der meistens ohnehin schon Bescheid, bei kleinen Problemen hilft er aber oft auch weiter.

Haben Kunden Anspruch auf Entschädigung?

„Generell hat der Verbraucher einen Erstattungsanspruch für den ausfallbedingten Zeitraum“, sagt Henrik Egli, Rechtsanwalt bei der Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz. Nach den meisten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Provider müssen Kunden kleinere Ausfälle aber hinnehmen. Erst wenn das Internet länger ausfällt, können Betroffene einen Teil ihrer monatlichen Gebühren zurückfordern.

Wer Geschäftsausfälle durch die Routerprobleme hat, sollte auch mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen, so Egli. Ein weiterer Tipp: „Auf jeden Fall die Störungen dokumentieren und beim Anbieter melden. Alternativ zur Erstattung können dann Ersatzwege verlangt werden.“ Dazu zählt zum Beispiel ein Surfstick, mit dem Verbraucher bis zur Lösung des Problems ins Internet gehen können.

„Angriffe werden sich häufen“

Cyberattacken aller Art werden in Zukunft deutlich zunehmen, glaubt Jan Girlich vom Chaos Computer Club Hamburg. So gebe es immer mehr Systeme, die immer mehr miteinander vernetzt seien. „Wir werden die Angriffe deutlich mehr spüren, weil sie unseren Alltag mehr beeinflussen“, so Girlich. Internet der Dinge, selbstfahrende Autos und Smarthomes, in denen Licht und Heizung per App gesteuert werden können: „Das sind riesige Herausforderungen für die Produkthersteller“, sagt der Computer- Experte. Bei den Telekom-Routern haben Hacker nun eine Schwachstelle im Fernwartungsprotokoll „TR-069“ ausgenutzt, vermutet Girlich: „Das ist eine länger bekannte Sicherheitslücke.“

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der erste Advent liegt hinter uns, langsam wird auch das Wetter wieder winterlicher. Wir starten unter anderem dem groß angelegten Glasfaser-Ausbau in Wahlstedt und sprechen mit einem Seehundjäger über seine Arbeit.

28.11.2016

Experten hatten die 250 Kilogramm schwere Bombe am Mittwoch bei Überprüfungen in einem Kleingartengelände in der Nähe der Universität entdeckt.

27.11.2016

Zerborstene Scheiben, verkohlte Treppen: An den Hamburger Messehallen brennen Barrikaden. Dort findet in Kürze ein wichtiges Außenministertreffen statt. Im Sommer kommt die ganz große Politik.

27.11.2016
Anzeige