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Norddeutschland Kein Prozess gegen Kusch wegen Sterbehilfe
Nachrichten Norddeutschland Kein Prozess gegen Kusch wegen Sterbehilfe
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21:14 13.06.2016
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Hamburg

. Die Sterbehilfe für zwei über 80-jährige Frauen in Hamburg-Hummelsbüttel hat ein gerichtliches Nachspiel. Das Oberlandesgericht ließ zwar eine Anklage wegen gemeinschaftlichen Totschlags gegen den Vorsitzenden des Vereins Sterbehilfe Deutschland, Roger Kusch, und einen Facharzt für Nervenheilkunde nicht zu. Der Mediziner werde sich jedoch wegen des Vorwurfs der versuchten Tötung auf Verlangen durch Unterlassen verantworten müssen, sagte gestern eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Ein weiterer Anklagepunkt werde die Überlassung von Betäubungsmitteln sein. Die 81 und 85 Jahre alten Frauen hatten am 10. November 2012 in Anwesenheit des Arztes eine Überdosis eines verschreibungspflichtigen Medikaments genommen und waren gestorben.

Bereits im vergangenen Dezember hatte das Landgericht die Anklage wegen gemeinschaftlichen Totschlags nicht zugelassen. Das Gericht hatte argumentiert, die praktizierte Sterbehilfe sei nach der zum Tatzeitpunkt geltenden Rechtslage nicht strafbar gewesen. Die geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland erst seit dem 3. Dezember 2015 verboten. Das Gericht sah auch keinen hinreichenden Tatverdacht, dass die Seniorinnen ihren Entschluss nicht freiwillig gefasst haben.

LN

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