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Norddeutschland Kiel will Feierabendbier im Zug nicht verbieten
Nachrichten Norddeutschland Kiel will Feierabendbier im Zug nicht verbieten
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20:33 20.10.2017
Kiel/Hannover

„Für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein ist das kein Thema. Wir sehen keinen Regelungsbedarf“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz gestern den LN. Auch ein Alkoholverbot könne ja nicht verhindern, dass jemand betrunken in den Zug einsteige. Zudem gebe es viele Berufspendler, die nach getaner Arbeit im Zug ihr Feierabendbier genössen. „Das wollen wir nicht verbieten.“ Die Nahverkehrsgesellschaft Nah.sh habe noch in keiner Weise von Problemen im Zusammenhang mit betrunkenen Fahrgästen berichtet. Auch die Nordbahn denke nicht an ein Verbot, sagte ein Sprecher.

In Niedersachsen und Bremen ist das anders. Dort soll ab 1. Januar 2018 auf vielen Regionalstrecken sowie in der S-Bahn in Hannover der Konsum von Alkohol verboten sein. Ungeöffnete Flaschen würden nicht beanstandet. Man komme damit einem Wunsch aus zahlreichen Kundenbefragungen nach, hieß es seitens der Bahn. Die Mehrheit der Fahrgäste befürworte ein generelles Alkoholverbot. Bestehende Verbote zeigten einen positiven Einfluss auf die Sauberkeit in den Zügen sowie das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden. Auch die Kosten für Vandalismusschäden und Reinigung sinken offenbar.

Zunächst soll es eine zweimonatige Einführungsphase geben, in der Fahrgäste auf das Verbot hingewiesen werden. Später kann ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro verhängt werden. Die betroffenen Züge werden mit Symbolen gekennzeichnet, die auf das Alkoholverbot hinweisen. Bislang gilt das Alkoholverbot nur in bestimmten Zügen, etwa vor Fußballspielen.

stö

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