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Norddeutschland Kieler Denkmal-Einöde
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21:17 31.05.2018
Von Wolfram Hammer

Wer schützt uns vor den Denkmalschützern? In Kiel sind sie wieder zur Hochform aufgelaufen. Weil ein paar Tische mit fröhlich speisenden Studenten und eine grasgrüne Fahrrad-Aufpumpstation die triste Einöde stören, die sich Architekten in den 60ern für den Uni- Campus erträumten, sollen sie wieder abgebaut werden.

Selbst wenn man Waschbeton mag: Es darf nicht sein, dass die heutige Generation den Jüngeren in pseudo-künstlerischer Überheblichkeit verwehrt, Nutzbauten frei nach ihren Bedürfnissen zu gestalten – oder abzureißen. Architektur ist keine Kunst, sie ist Handwerk. Die Landesregierung ist gefordert, schnell wieder einen Ministervorbehalt bei allen Entscheidungen des Denkmalschutzes einzuführen. Nur das stellt sicher, dass am Ende die Wähler entscheiden, was als erhaltenswert gelten soll.

LN

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