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Norddeutschland Kieler Kabinett debattiert Pflichtbesuche in NS-Gedenkstätten
Nachrichten Norddeutschland Kieler Kabinett debattiert Pflichtbesuche in NS-Gedenkstätten
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22:15 03.09.2013

Die NS-Gedenkstätten im Land sollen künftig stärker gefördert und ausgebaut werden. Das hat Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) angekündigt. Ob ein Besuch der Gedenkstätten für die Schüler im Land, wie von Spoorendonk gefordert, als Pflichtveranstaltung in den Lehrplänen verankert werden sollte, darüber herrscht in der Regierung aber Uneinigkeit.

Bildungsministerin Wara Wende (parteilos) reagierte gestern zurückhaltend auf den Vorstoß ihrer Kabinettskollegin. Lehrer müssten sich gemeinsam mit ihren Schülern die Frage stellen, wie die Nazi-Diktatur mit ihren Verbrechen möglich gewesen sei, so Wende. „Dabei kann ein Gedenkstättenbesuch helfen.“ Aber gute Schule sollte es nicht bei der historischen Betrachtung belassen. „Guter Unterricht muss unsere Welt im Fokus haben und für real bestehendes Unrecht sensibilisieren“, so die Ministerin.

Spoorendonk will unter anderem die bislang überwiegend ehrenamtliche Arbeit der Gedenkstätten zur Nazi-Diktatur professionalisieren. So solle zum Beispiel die Neulandhalle bei Friedrichskoog in Dithmarschen zu einem Museum ausgebaut werden, um die Mechanismen der völkischen NS-Propaganda und die ideologische Verführbarkeit heutigen Generationen zu vermitteln. Der Ausbau soll vier Millionen Euro kosten, zwei Millionen soll der Bund übernehmen. Auch die Gedenkstätte Ladelund an der dänischen Grenze soll eine neue Ausstellung erhalten. Zudem soll ein Landes-Gedenkstättenkonzept erarbeitet werden.

wh

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