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Norddeutschland Kieler zeigte Zivilcourage und zog sich Kopfverletzung zu
Nachrichten Norddeutschland Kieler zeigte Zivilcourage und zog sich Kopfverletzung zu
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18:02 06.09.2013
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Kiel

Am vergangenen Wochenende kam es in einem Zug auf der Fahrt von Rendsburg nach Kiel zu einer Auseinandersetzung. Ein Kieler, der nach Hause wollte, beobachtete während der Zugfahrt, dass ein junger Mann, der in Begleitung seiner Freundin war, eine Gruppe Jugendlicher ansprach. Er wollte die Jugendlichen dazu überreden, mit in die erste Klasse zu kommen, um „ein wenig Spaß zu haben“. Die Jugendlichen hielten wohl nichts von dem Angebot, deshalb ging das Pärchen alleine in die erste Klasse.

Dort begann der 28-Jährige - zunehmend aggressiv - seine Begleiterin anzuschreien und handgreiflich zu werden. Die junge Frau forderte ihren Begleiter wiederholt ängstlich auf, sie rauszulassen. Der Kieler, der das Szenario beobachtet hatte, entschied sich einzugreifen, betrat die erste Klasse und stellte sich zwischen die junge Frau und ihren Begleiter. Bevor er etwas sagen konnte, bekam er von dem jungen Mann einen Kopfstoss und war durch den Schmerz einen Moment benommen.

Kurz darauf bekam er einen zweiten Kopfstoss versetzt. Der 28-jährige wollte daraufhin wieder auf seine Begleiterin einwirken, dies wurde jedoch durch andere Reisende verhindert, die sich nun ebenfalls zwischen den aggressiven jungen Mann und seine Begleiterin bzw. den 60-jährigen Kieler geschoben hatten. Aus dem Zug heraus wurde die Bundespolizei in Kiel informiert. Als der Zug im Kieler Hauptbahnhof einlief, wurden die wartenden Bundespolizisten durch den Triebfahrzeugführer auf den jungen Mann hingewiesen, der schnell den Zug verlassen wollte. Auf den Vorfall angesprochen, verhielt er sich weiterhin aggressiv, musste die Beamten dann jedoch in die Dienststelle der Bundespolizei begleiten, wo Anzeige gegen ihn erstattet wurde.

Der 60-jährige Kieler begab sich zur Kontrolle in ärztliche Behandlung.

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