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Norddeutschland Kiez und Kirche: Jan Fedder ist wieder der „Hafenpastor“
Nachrichten Norddeutschland Kiez und Kirche: Jan Fedder ist wieder der „Hafenpastor“
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21:21 12.10.2016
Am Freitag (20.15 Uhr/ARD) ist Jan Fedder als Pastor auf dem Hamburger Kiez zu sehen. Quelle: dpa
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Hamburg

. In welcher seiner drei Serien-Paraderollen am meisten von Jan Fedder steckt? „Überall ein bisschen“, findet er selbst. „Das „Großstadtrevier“ ist Brot und Butter – meine Haupternährung“, sagt der 61-Jährige. Austoben könne er sich in „Büttenwarder“. Und der „Hafenpastor“ gehört für den Schauspieler zu den „Sahnehäubchen“.

Seit bald 25 Jahren ist er als Dirk Matthies in der Polizeiserie „Großstadtrevier“ zu sehen, seit rund 20 Jahren als Bauer Brakelmann in „Neues aus Büttenwarder“. In „Der Hafenpastor und das Blaue vom Himmel“ morgen (20.15 Uhr) im Ersten kümmert sich der Hamburger zum dritten Mal als Seelsorger um seine Schäfchen auf St. Pauli – mit viel Komik rund um seine Kirche auf dem Kiez.

Diesmal gibt es Sahnehäubchen mit Austoben für Fedder. „Der Hafenpastor ist schon eine meiner schönsten Rollen“, erzählt er. „Und diesmal konnte ich eben ein bisschen Pastor machen, aber auch ein bisschen Büttenwarder – eine Mischung, die mir sehr gefällt.“ Um Kirchenasyl für eine Frau aus Afrika ging es zum Auftakt in „Der Hafenpastor“ (5,23 Millionen Zuschauer), ein Sozialdrama um eine 16-jährige Schwangere lieferte der „Der Hafenpastor und das graue Kind“ (3,85 Millionen). „Die beiden Vorgänger waren ja sehr ernst“, meint Fedder, „aber St. Pauli ist eben auch lustig“. Und er muss es wissen, ist er doch ein echter Junge von St. Pauli, das Hafenviertel rund um die Reeperbahn ist seine Heimat.

Die Liebe an der sündigen Meile hält Pastor Book auf Trab, eine verbotene im Besonderen. Glücklich verliebt planen Ina (Verena Altenberger) und Hanno (Matthias Weidenhöfer) ihre Hochzeit. „Die Liebe hört niemals auf“, predigt Book noch, doch wenig später muss er alles daran setzen, die Hochzeit zu verhindern. Denn ausgerechnet Kiezgröße Bodo Schüler (Uwe Bohm) sucht den Beichtstuhl. „Das hier ist eine lutherische Kirche“, klärt Book ihn auf, „es gibt das Beichtgespräch“. Und in diesem gesteht Bodo, der Vater des künftigen Bräutigams, dass auch die Braut ein Kind von ihm ist. Unter Einhaltung der Schweigepflicht soll der Pastor nun versuchen, die ahnungslosen Verliebten auseinanderzubringen.

Für Regisseur Jan Hinrik Drevs ist es eine Liebesgeschichte „mit vielen Irrungen und Wirrungen“. Sein Plan für den Pastor: weniger Sozialdrama als zuvor, stattdessen mehr romantische Komödie. Da geht es dann auch mal lustig drunter und drüber auf dem Kiez. Nicht nur, dass Bräutigam Hanno auch noch die Jugendliebe von Books Schwester Rita (Marie-Lou Sellem) ist, auch Books junge Stellvertreterin Anke (Anna Brüggemann) hat es schwer, denn eigentlich fiebert sie ihrer ersten Trauung auf St. Pauli entgegen. Und dann scheint auch noch die Liebe des Pastors in Gefahr: Seine Sabine (Margarita Broich) will einen Auslandsjob annehmen.

Gut, dass der Pastor seinen Anrufbeantworter hat, wo er sich meldet, wenn er Rücksprache beim lieben Gott halten will: Seine eigene Ansage auf dem Gerät versichert ihm dann: „Hier hört der Herr, ihm kannst du alles sagen.“

LN

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