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Norddeutschland Kitesurfer fürchten Ende ihres Sports im Norden
Nachrichten Norddeutschland Kitesurfer fürchten Ende ihres Sports im Norden
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08:59 05.02.2016
Harmloser Trendsport oder Bedrohung für die Vogelwelt? Quelle: dpa

Im Streit um Verbotszonen an Nord- und Ostseeküste sind die Fronten zwischen Kitesurfern und der Landesregierung verhärtet. Marlies Fritzen, naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen, warf den Wassersportlern jetzt vor, ihren Protest „aufzubauschen“.

Wie berichtet plant das Umweltministerium, Kitesurfen aus Gründen des Vogelschutzes nur noch in ausgewiesenen Gebieten zuzulassen. Dadurch fürchten die Kitesurfer das Ende ihres Sports im Norden.

„Sie tun so, als ginge es um ein umfassendes Verbot dieser Sportart“, kritisiert Fritzen. Dabei gebe es in der überwiegenden Zahl der Gebiete an Nord- und Ostsee bereits einvernehmliche Lösungen.

Dass Kitesurfen keinen Einfluss auf brütende Vögel habe, wie es die Sportler behaupteten, sei zudem unwahr. „Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Gutachten, die genau dies belegen.“

„Love it like a local“-Sprecher Martin Motzek wirft dem Land wiederum „Unwissenheit“ vor. Was die Auswirkungen auf die Umwelt betrifft, verlasse sich die Politik auf „Falschbehauptungen“ der Naturschutzverbände. Zwar sei es richtig, dass Einigungen für bestimmte Gebiete bestünden. „Bei den Gesprächen waren aber nur lokale Surfer oder Surfschulen ohne Vollmacht anwesend.“ Verbände wie die German Kitesurf Association seien nicht beteiligt gewesen.

Der Streit geht weiter. Am kommenden Mittwoch wollen sich die Verbände mit Umweltminister Robert Habeck (Grüne) treffen. ov

LN

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