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18:10 11.08.2018

Historisch früher Sturm: Das Sturmtief, das Donnerstag und Freitag auch über Dänemark hinweggefegt ist, hat einen Rekord aufgestellt: Es ist das früheste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1891. Das hat das dänische meteorologische Institut (DMI) in Kopenhagen berichtet. In den vergangenen 127 Jahren habe noch nie ein schwerer Sturm das Land so früh im August getroffen. Der letzte Sommersturm sei 1990 registriert worden, allerdings erst am 20. August. Insgesamt sei seit 1891 zu dieser Jahreszeit erst acht Mal Wind in Sturmstärke in Dänemark registriert worden. Dass die Orkanböen des Tiefs, das über dem Kattegatt lag, einer langen Hitzeperiode folgte, sei so ein Extremwetter, das die Meteorologen und Klimaforscher immer wieder als Folge der globalen Klimaerwärmung nennen. „Auf so ein Wetter müssen wir uns vorbereiten“, sagte ein Meteorologe des DMI der Zeitung Politiken. Dank intensiver Warnungen in Rundfunk und Fernsehen sowie einer unerwartet frühen Abschwächung der Sturmspitzen richtete das Tief keine großen Schäden an.

Wildschwein-Zaun immer fragwürdiger: Der Zaun entlang der deutsch- dänischen Grenze zur Abwehr von Wildschweinen aus Deutschland erhöht die Gefahr von Wildunfällen auf den Straßen an der Grenze. Das befürchtet neben dem Jagdverband Schleswig-Holstein auch der dänische Naturschutzbund, berichtet die Zeitung Jyske Vestkysten. Vor allem Rehe würden auf der Suche nach Lücken an dem Zaun entlanglaufen und damit auf die Straßen an den Grenzübergängen gelangen, so der Naturschutzbund. Insgesamt sind an Übergängen und Wasserläufen 20 Öffnungen in dem eineinhalb Meter hohen Zaun geplant, der das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest nach Dänemark verhindern soll. Immer mehr Experten halten den Zaun deshalb für ein unwirksames, nur symbolisches Mittel. Gleiches gilt für eine geplante schwimmende Barriere in der Flensburger Förde vor der dänischen Küste: Wildschweine seien gute Schwimmer und könnten die Barriere überwinden, so die dänische Naturschutzbehörde. Die Schweinepest gehe auch von leeren Viehtransportern aus, die dänische Schweine zur Schlachtung in anderen EU-Ländern abholten. Diese Lkw seien oft erschreckend schlecht gereinigt, berichtete die Umweltschutzorganisation Greenpeace nach Akteneinsicht bei der dänischen Nahrungsmittelbehörde. Viele davon kämen aus Osteuropa, wo die gefährliche Schweinepest bereits ausgebrochen ist.

Königliche Stickerei für Kirche in Gråsten: Altarvorhänge gibt es in jeder christlichen Kirche. Aber nur in sehr wenigen wurde dieses so genannte Antependium von einer Königin gestickt. Die Schlosskirche in Gråsten (Gravenstein) hat jetzt sogar zwei davon: Mit einem Festgottesdienst wurde jetzt in der Kirche ein neuer, hellblauer Altarvorhang eingeweiht, den Königin Margrethe II. gestickt hat. Mindestens 230 Stunden habe sie für die zwei Seitenstreifen und ein Emblem in der Mitte des Antependiums aufgewendet, berichtete der Königshof. Der neue Altarvorhang löst einen alten ab, der ebenfalls ein königliches Geschenk war: Königin Ingrid, Mutter von Margrethe II., hatte ihn vor 75 Jahren genäht und der Kirche geschenkt. Königin Margrethe ist bekannt für ihre Stickereien auch mit religiösen Motiven. So hat sie nicht zuletzt anlässlich des Luther-Jahres 2017 einen Altarvorhang für die Schlosskirche Wittenberg gestickt. Das dänische Königshaus hat eine besondere Beziehung zu dem Ort Gråsten an der Flensburger Förde: Das dortige Schloss ist traditioneller Sommersitz der Königsfamilie.

LN

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