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Norddeutschland Koffer-Leiche: Acht Jahre Haft
Nachrichten Norddeutschland Koffer-Leiche: Acht Jahre Haft
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20:10 13.06.2017
Hamburg

. Gut ein Jahr nach dem Fund einer Kofferleiche in Hamburg-Barmbek hat das Landgericht einen Mann zu acht Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.

„Wir sind nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme überzeugt, dass der Anklagevorwurf zutreffend ist“, sagte gestern die Vorsitzende der Strafkammer. Demnach tötete der 51-jährige gebürtige Rostocker seine Lebensgefährtin am 8. Mai 2016 nach einem Streit. Er stach ihr mit einem Messer in die Brust, weil die 49-Jährige sich weigerte, nach einem Abend mit viel Alkohol ins Bett zu gehen. Später versteckte er ihre Leiche in einem Koffer.

Als die Tochter der 49-Jährigen wenige Tage nach der Tat ihre Mutter nicht erreichen konnte, alarmierte sie die Polizei. Die Beamten fuhren zur Wohnung und fragten den 51-Jährigen, wo die Frau sei.

Der Angeklagte habe geantwortet: „Ich habe sie getötet und jetzt ist sie im Koffer.“ Die Polizisten entdeckten daraufhin die Leiche und nahmen den Mann fest. Später bestritt er die Tat bei der Polizei und vor Gericht. Die Kammer hielt dennoch die von den Polizisten wiedergegebenen ersten Äußerungen des Angeklagten für verwertbar und authentisch.

Die Tat sei kein Mord, sondern Totschlag mit bedingtem Tötungsvorsatz, so die Richterin. Es sei aber kein minderschwerer Fall. Acht Jahre Haft seien der Tat und Schuld angemessen. „Die sechs Jahre, die der Staatsanwalt beantragt hat, waren einfach zu wenig“, betonte die Richterin. Dieses Strafmaß wäre nur bei einem Geständnis in Frage gekommen. Der Verteidiger, der Freispruch gefordert hatte, kündigte Revision gegen das Urteil an.

LN

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