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Norddeutschland Kommission soll Kinderschutz verbessern
Nachrichten Norddeutschland Kommission soll Kinderschutz verbessern
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14:36 25.07.2016

. Eine Enquete-Kommission der Hamburgischen Bürgerschaft soll die Todesfälle der vergangenen Jahre von Kindern in der Obhut des Jugendamts aufarbeiten. Der Antrag zur Gründung des Gremiums zum Thema Kinderschutz und Kinderrechte werde nach der parlamentarischen Sommerpause Ende September eingebracht, teilten die Fraktionen von SPD, Grünen, Linken und FDP gestern mit.

Im Kern soll sich die Kommission bis zu zwei Jahre mit der Überprüfung, Weiterentwicklung, Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher Grundlagen, fachlicher Standards und Regeln in der Kinder- und Jugendhilfe befassen. Außerdem gehe es um die „Verbesserung der Interaktion der verschiedenen Systeme und Akteure“.

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) begrüßte das Vorhaben. „So besteht die Chance zur parteiübergreifenden Auseinandersetzung mit fachlichen Fragen der Weiterentwicklung des Kinderschutzes in Hamburg.“ Sie erhoffe sich dafür wichtige Impulse, „die losgelöst sind von konkreten Einzelfällen und die die Hamburger Jugendhilfe insgesamt weiter voranbringen“.

„Mit einer vereinbarten Laufzeit von zwei Jahren bietet dieses Gremium, bestehend aus Sachverständigen und Abgeordneten, die Chance für eine vertiefte Aufarbeitung der Themen und die Möglichkeit, entsprechende Empfehlungen vorzulegen“, erklärte der SPD- Familienexperte Uwe Lohmann. Ähnlich äußerten sich die Fachpolitiker von Grünen, FDP und Linken. „Dass jetzt Fachleute aus der Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam mit der Politik nach Lösungen suchen, ist eine große Chance für die Stadt“, sagte Linken-Fraktionschefin Sabine Boeddinghaus.

Die CDU dagegen hält die vor allem von den Linken angestrebte Kommission für überflüssig. Der Bericht der Jugendhilfeinspektion zum Tod von Tayler habe erneut gezeigt, dass der Kinderschutz in Hamburg nicht unter einem Erkenntnismangel, sondern unter einem chronischen Handlungsdefizit der politisch Verantwortlichen leide, sagte der CDU-Familienexperte Philipp Heißner.

LN

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