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Norddeutschland Kopenhagen verschiebt letzte Zustimmung für Belttunnel
Nachrichten Norddeutschland Kopenhagen verschiebt letzte Zustimmung für Belttunnel
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22:27 13.08.2015
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Kopenhagen

Eine verspätete Eröffnung des Fehmarnbelttunnels wird immer wahrscheinlicher. Jüngstes Indiz: Hans Christian Schmidt, Transportminister der neugewählten Kopenhagener Regierung, sagte dem dänischen Parlamentsportal Altinget.dk, er sei bereit, die endgültige Entscheidung für eine feste Beltquerung erneut zu verschieben. Dänemark werde auf jeden Fall das Ergebnis des deutschen Planfeststellungsverfahrens abwarten. Schmidt wird dabei von allen Parteien, die das Projekt im Folketing mittragen, unterstützt.

Nach Auskunft des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums werden die Anhörungen zur Planfeststellung bis November andauern. Ob danach Planänderungen notwendig werden oder Gerichtsverfahren ins Haus stehen, ist nicht absehbar. Die dänische Seite ist weiter: Kopenhagen hat das Baugesetz im April verabschiedet.

Die dänische Staatsgesellschaft Femern A/S hat für September eine Aktualisierung des Zeit- und Finanzplans für die 18 Kilometer langen Ostseeverbindung zwischen Puttgarden und Rødbyhavn angekündigt.

Gleich danach sollte es ursprünglich die finale Zustimmung der Regierung geben. Sie wird sich nun weiter verschieben.

Experten gehen inzwischen davon aus, dass mit einer Tunneleröffnung frühestens 2024 zu rechnen ist. Die Gegner des Milliardenprojekts halten auch diesen Termin für unrealistisch. Die Kieler Landesregierung hatte in Gesprächen mit den Dänen darauf gedrängt, die Bauphase des Tunnels zu verlangsamen. Grund: Durch die Röhre sollen erst Züge und Autos rollen, wenn auf schleswig-holsteinischer Seite ein neues elektrifiziertes Hochgeschwindigkeitsgleis fertiggestellt ist. Die Deutsche Bahn will das bis zum Jahr 2024 schaffen. Auch die Vorgänger-Regierung in Kopenhagen hatte zuletzt auf die Bremse getreten. Weil die Kosten für den Tunnel um 1,2 Milliarden auf 7,37 Milliarden Euro gestiegen waren, sollen die Baukonsortien den Preis drücken, indem sie langsamer bauen. Curd Tönnemann

LN

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