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Norddeutschland Kräftemessen auf Hindenburgdamm
Nachrichten Norddeutschland Kräftemessen auf Hindenburgdamm
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18:17 12.12.2015
Künftig bietet auch das US-Unternehmen RDCD Fahrten mit dem Autoreisezug nach Sylt an. Quelle: Charisius/dpa

. Eigentlich hätte der neue Autozuganbieter seinen Betrieb schon mit dem heutigen Fahrplanwechsel aufnehmen sollen. Unter der Marke „Autozug Sylt“ will RDCD jetzt voraussichtlich von Februar 2016 an Fahrzeuge von Niebüll nach Sylt und zurück transportieren. Vergangenen Donnerstag präsentierte RDCD in Kiel einen Musterzug. Die einstöckigen Transportwagen für Pkw werden von einer Diesellokomotive des Typs MaK ME 26 gezogen. Den Autozug fahren wird die Nord-Ostsee-Bahn (NOB), die auch das Personal stellt. Weitere Transportwagen, etwa für Lkw, befänden sich im Zulauf, teilte RDCD mit.

Es ist das erste Mal seit 1932 — seitdem verkehren auf dem Hindenburgdamm Autozüge — dass ein zweiter Anbieter auf der elf Kilometer langen Strecke durch das Wattenmeer mit der Bahn konkurriert. Das Tor für den Wettbewerb öffnete letztlich eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts  im Januar dieses Jahres: Demnach muss die DB Fernverkehr AG auch anderen Anbietern einen sogenannten diskriminierungsfreien Zugang zur gesamten Schieneninfrastruktur ermöglichen — inklusive der Verladeterminals.

Warum RDCD in den Wettbewerb eintritt, liegt auf der Hand: Die Strecke ist mit 490000 Fahrzeugen jährlich und einem Ticketpreis von derzeit noch 90 Euro hin und zurück lukrativ für die Deutsche Bahn, die jüngst mitteilte, den Preis zum 1. Januar 2016 um etwa zwei Prozent zu erhöhen. RDCD kündigt an, mit ihrem Ticketpreis unter dem der Deutschen Bahn zu liegen. „Wir werden allerdings kein Billig-Anbieter sein“, sagt die Sprecherin des Unternehmens, Meike Quentin. Auch werde es eine flexible Preisgestaltung geben.

RDCD hat mit der DB Netz AG einen Rahmenvertrag über zehn Jahre geschlossen und sich 98 Trassen wöchentlich gesichert. Der Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn hat täglich 55 Trassen erhalten und fährt jetzt durchgängig alle 30 Minuten statt vorher nur alle 60 oder 90 Minuten.

LN

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