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Norddeutschland Kreispräsident-Wahl in Plön: Kalinka scheitert vier Mal
Nachrichten Norddeutschland Kreispräsident-Wahl in Plön: Kalinka scheitert vier Mal
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13:02 12.06.2018
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Plön

Gleich vier Mal ist der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka am Montagabend bei der Wahl zum Kreispräsidenten in Plön gescheitert. Die Wahlgänge hätten insgesamt „etwas weniger als fünf Stunden“ gedauert, sagte ein Kreissprecher am Dienstag. Kalinka erhielt auch im vierten Wahlgang nur 23 Stimmen. So viele Sitze haben CDU (20 Sitze) und FDP (3) im Kreistag. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet.

Die Kreistagssitzung wurde nach dem vierten Wahlgang auf den 20. Juni vertagt. Dann will die CDU Kalinka erneut als Kreispräsidenten vorschlagen. „Warum sollte ich nicht erneut antreten“, sagte Kalinka der Deutschen Presse-Agentur. „Man kann gewählt werden oder nicht gewählt werden. Das gehört zur Demokratie dazu.“

Die vier Wahlgänge erinnerten an die gescheiterte Wiederwahl von Heide Simonis (SPD) zur Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, die 2005 im Landtag ebenfalls vier Mal die erforderliche Stimmenzahl verfehlte.

Die Union war aus der Kommunalwahl im Mai im Kreis Plön mit 35,3 Prozent klar als stärkste Kraft vor der SPD (23,1 Prozent) hervorgegangen. Die CDU gewann 20 Direktmandate, die Grünen 2 und die SPD 1. Dem Kreistag gehören insgesamt 56 Abgeordnete an. Für die Wahl des Kreispräsidenten reicht die einfache Mehrheit.

Kalinka will die Nachfolge von Peter Sönnichsen (CDU) als Kreispräsident antreten. Er warf SPD und Grünen eine Blockadehaltung vor. Vor allem die SPD sollte angesichts ihres Wahlergebnisses „ein bisschen selbstkritischer sein“, sagte der 66-Jährige. Er habe „den Rückhalt der Bürger“.

dpa/lno

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