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Norddeutschland Kubicki: Die FDP muss nicht bangen
Nachrichten Norddeutschland Kubicki: Die FDP muss nicht bangen
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15:19 17.09.2013
Wolfgang Kubicki sorgt sich trotz der Wahlschlappe in Bayern nicht um den Einzug der FDP in den Bundestag. Quelle: dpa
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Kiel

Lübecker Nachrichten: Muss die FDP jetzt um den Einzug in den Bundestag zittern?

Wolfgang Kubicki: Die FDP muss nicht bangen, sondern sich die letzten Tage noch anstrengen. Die bayrischen Wähler haben zu 75 Prozent nach landespolitischen Gegebenheiten votiert. Daraus ist für die Bundestagswahl wenig abzuleiten.

LN: Wie mobilisieren die Liberalen nun die letzten Kräfte?

Kubicki: In Schleswig-Holstein sind wir im Plan. Die Veranstaltungen sind hervorragend besucht, die Stimmung an den Ständen ist ausgezeichnet, und wir machen in Schleswig-Holstein auch einen konsequenten Wahlkampf um jede Stimme.

LN: Wie ist die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken?

Kubicki: Mit der Konzentration auf das, was die Liberalen ausmacht und das gedeihliche Zusammenleben der Menschen bestimmt: Möglichst hohen Wohlstand für möglichst viele Menschen - und nicht wie in Frankreich Armut für alle. Außerdem mit der Erkenntnis, dass alle Kinder Unikate sind und entsprechend ihrer Begabungen und Fähigkeiten ausgebildet werden müssen und nicht über einen Leisten geschlagen werden. Und indem wir garantieren, dass die Privatsphäre geschützt bleibt vor staatlicher Überwachung und den Erziehungsbemühungen anderer Parteien. Die Menschen dürfen wählen - auch, was sie essen wollen.

LN: Hofft die FDP noch auf eine Zweitstimmenkampagne der CDU?

Kubicki: Nein.

LN: Wird die FDP selbst eine Zweitstimmenkampagne starten?

Kubicki: Selbstverständlich, wie alle anderen Parteien auch. Die Zweitstimme entscheidet schließlich über die Stärke der Parteien im Deutschen Bundestag.

LN: Rechnet Wolfgang Kubicki in Schleswig-Holstein immer noch mit einem Ergebnis im zweistelligen Prozentbereich für seine Partei?

Kubicki: Ja. Die Menschen in Schleswig-Holstein entscheiden nach ihren Vorstellungen und nicht denen der Bayern.

LN: Muss sich die FDP in ihrem Profil stärker von CDU und CSU absetzen, um erfolgreich zu sein?

Kubicki: Wir müssen uns weder absetzen, noch gegen andere profilieren, sondern nur unsere inhaltlichen Positionen vertreten. Das wird gelegentlich durch taktische Überlegungen, die medial eine wesentlich größere Aufmerksamkeit erfahren, überlagert.

Interview: Curd Tönnemann 

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