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Norddeutschland LKA-Affäre: Geheimakten sind weg
Nachrichten Norddeutschland LKA-Affäre: Geheimakten sind weg
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19:29 20.02.2019
Die Unterlagen zur sogenannten Rockeraffäre bei der schleswig-holsteinischen Polizei füllen inzwischen viele Aktenordner. Quelle: dpa
Kiel

Während den von der LKA-Führung 2011 geschassten Ex-Ermittlern Geheimnisverrat unterstellt wurde, ging das Landeskriminalamt offensichtlich selber mit brisanten Geheim-Akten recht sorglos um. Einige Kopien sind sogar verschwunden, wurde am Mittwoch im Innenausschuss bekannt. Und das, obwohl aus ihnen der Klarname eines hochrangigen Rocker-Informanten hervorgehen soll. Weil sie dessen Aussage im Zuge der Ermittlungen nach einer Messerstecherei in Neumünster pflichtgemäß in die Akten aufnehmen und ihn damals notfalls auch enttarnen wollten, waren die Ermittler rüde von ihren Posten entfernt worden.Weil sie Mobbing beklagten, überprüften Ermittler des LKA Mecklenburg-Vorpommern die Sache im Auftrag der Kieler LKA-Führung.

Originaldokument lag in einem Keller-Schrank

CDU-Innenstaatssekretär Torsten Geerdts musste nun eingestehen: Man wisse nicht mehr, wo mehrere Kopien dieses als vertraulich eingestuften Berichts geblieben seien. SPD-Mann Kai Dolgner hatte nachgehakt. Von 2012 bis 2017 lag demnach auch das Originaldokument offenbar weitgehend ungesichert in einem Schrank im Keller des LKA.

Wolfram Hammer

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