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Norddeutschland Lage am Arbeitsmarkt im Norden weiter stabil
Nachrichten Norddeutschland Lage am Arbeitsmarkt im Norden weiter stabil
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10:51 05.01.2013
Die Arbeitslosenzahl ist gesunken. Foto: Patrick Seeger/Archiv
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Kiel

Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 6,8 Prozent.

Gerade im langfristigen Vergleich zeigt sich laut Haupt-Koopmann, wie robust der Arbeitsmarkt sei. Aber: Trotz der insgesamt positiven Bilanz mache sich die nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt bemerkbar. So sei der Abbau der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich schwächer geworden. Dies liegt aber nicht an einer Zunahme von Arbeitslosenmeldungen - diese sind im Vorjahresvergleich sogar gesunken - sondern an einer zurückhaltenden Einstellungspraxis der Betriebe. „Das hat zur Folge, dass deutlich weniger Arbeitslose einen neuen Job finden konnten“, sagte Haupt-Koopmann.

Erfreulich bleibe die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. „Mit 872 900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind 11 100 zusätzliche Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden.“ Das ist ein Plus von 1,3 Prozent. Besonders starke Beschäftigungszuwächse verbuchten der Handel (plus 3000) und das verarbeitende Gewerbe (2400). „Ich sehe - bei allen Unabwägbarkeiten der Euro-Krise - aktuell keinen Anlass zur Beunruhigung“, resümierte die Chefin der regionalen Arbeitsagentur.

Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat weiterhin Stormarn mit 3,9 Prozent, die höchste Dithmarschen mit 7,7 Prozent. Von den kreisfreien Städten stehen Kiel und Lübeck mit jeweils 9,6 Prozent am besten da und Neumünster mit 10,9 Prozent am schlechtesten.

Für Arbeitsminister Reinhard Meyer ist besonders erfreulich, dass die Gruppe der Langzeitarbeitslosen von der insgesamt positiven Entwicklung profitiert. „Die Zahl der Arbeitslosen in diesem Bereich sank um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 5,8 Prozent im Vorjahresvergleich“, sagte der SPD-Politiker. Dagegen sei die Zahl der älteren Arbeitslosen auch im Dezember weiter gestiegen.

Für den DGB zeigen die aktuellen Zahlen, welche Gefahren von der Finanzkrise weiterhin ausgehen. „Auf Dauer kann es keine Inseln der Glückseligen geben, wenn Europa kaputtgespart wird“, sagte der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn. Nicht nur Teilzeit- und Minijobber verdienten miserabel, sondern auch immer mehr Vollzeitbeschäftigte. 2013 müsse das Jahr kräftiger Lohnerhöhungen werden, forderte Polkaehn.

dpa

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