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Norddeutschland Land gibt Geld für Notstrom
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20:10 26.07.2018
Kiel

Der Schutz der sogenannten kritischen Infrastruktur soll ausgebaut werden, teilte das Ministerium gestern mit. Mit dem Geld sollen regionale Schwerpunkttankstellen ausgestattet werden, um bei einem Stromausfall wichtige Bereiche weiter mit Kraftstoff versorgen zu können. „Im Fall eines Stromausfalls ist es von zentraler Bedeutung, dass entscheidende Kräfte und Gebäude weiter arbeiten können, beziehungsweise weiter mit Strom versorgt werden“, erklärte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU). Das betreffe das Notfall- und Rettungswesen, Informationstechnik und auch die Wasserversorgung der Menschen. „Dafür ist es wichtig, dass wir im Land ein funktionstüchtiges und umfassendes Netz an notstromfähigen Tankstellen sicherstellen“, fügte der Minister hinzu.

Lübecks großer Stromausfall

Am 16. Mai dieses Jahres waren in Lübeck 146000 Haushalte und 390 Großkunden vier Stunden lang ohne Strom. Auch das Umland war betroffen. Stadtwerke-Chef Jürgen Schäffner erklärte nach einem Gutachten, dass der Ausfall durch den Fehler eines Mitarbeiters verursacht wurde.

Die unteren Katastrophenschutzbehörden (UKB) der Kreise und kreisfreien Städte hätten dabei eine zentrale Rolle im Ernstfall. Die Versorgung mit Treibstoff für die Arbeit der Einsatzkräfte, die Bereitstellung von Versorgungsgütern und die Nachbetankung von stationären und mobilen Netzersatzanlagen beziehungsweise Notstromaggregaten seien aus Sicht des Bevölkerungsschutzes entscheidend. In jedem Kreis sollten zumindest zwei Tankstellen bei Stromausfall funktionsfähig bleiben. Im ersten Schritt sollen für diese Tankstellen für insgesamt 150000 Euro entsprechende Einspeiseanschlüsse hergestellt werden. „Die umfassende Ausstattung der Tankstellen ist ein wichtiger Baustein unserer Vorbereitungen für den Ernstfall. Aber natürlich bei weitem nicht der einzige. Wir überarbeiten fortlaufend die Pläne und Einsatzprogramme des Katastrophenschutzes, um auf einen umfangreichen Stromausfall bestmöglich vorbereitet zu sein“, sagte Innenminister Grote.

Das Innenministerium habe bereits 2014 in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium, der Schleswig-Holstein Netz AG und dem Verband der Energie- und Wasserwirtschaft eine Planungshilfe Stromausfall erarbeitet. Diese Hilfe sei den Kreisen und kreisfreien Städten als unteren Katastrophenschutzbehörden, allen Ressorts der Landesregierung und den Energieversorgungsunternehmen für ihre Planungen zur Verfügung gestellt worden, erklärte Grote.

LN

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