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Land kündigt Sicherheitsfirma

Kiel Land kündigt Sicherheitsfirma

„Secura Protect Nord“ bewacht in Schleswig-Holstein keine Erstaufnahmen mehr.

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Die Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster im vergangenen Jahr: Auch dort wachten bislang „Secura Protect Nord“-Mitarbeiter.

Quelle: König

Neumünster. In Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein werden künftig keine Mitarbeiter der Sicherheitsfirma „Secura Protect Nord“ mehr arbeiten. Das Kieler Innenministerium hat die Verträge mit dem Unternehmen gekündigt, erklärte ein Ministeriumssprecher gestern.

Betroffen sind Verträge über die Bewachung und den Nacht- und Wochenenddienst in den Erstaufnahmen Neumünster, Boostedt, Seeth, Salzau und Rendsburg sowie in den Landesunterkünften Eggebek und Itzehoe. Dort würden bereits Mitarbeiter dreier anderer Sicherheitsfirmen die 200 Kräfte von „Secura Protect Nord“ ersetzen. Die Kündigung sei „aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist fristlos“ erfolgt. Zu den genauen Gründen wollte der Sprecher keine Auskunft geben. Die Sicherheitsfirma äußerte sich gestern auf LN-Anfrage nicht.

Die Kündigung soll, so heißt es in Landeshauskreisen, zwar nicht im Zusammenhang mit Gewaltvorfällen oder anderen Straftaten stehen. Allerdings hatte es bereits im Herbst vergangenen Jahres andere Vorwürfe gegen „Secura Protect Nord“ gegeben. Die Firma soll ihren Angestellten weniger als den im Norden vorgeschriebenen Mindestlohn von 9,18 Euro gezahlt haben. Anfang November war bekanntgeworden, dass sie auch straffällig gewordene Mitarbeiter in Erstaufnahmen in Schleswig- Holstein eingesetzt hatte. Laut Innenministerium wurden rund 300 Beschäftigte der Firma durch das Landeskriminalamt überprüft, 65 davon wurde die Beschäftigung in den Erstaufnahmen untersagt.

Die Opposition verlangt von SPD-Innenminister Stefan Studt heute im Innenausschuss Aufklärung. Seit November habe es „immer wieder Zweifel an der Eignung der Firma für die Betreuung von Erstaufnahmeeinrichtungen“ gegeben, sagt Astrid Damerow (CDU). Wenn jetzt schlagartig eine fristlose Kündigung erfolge, werfe das Fragen auf. Die jetzt vollzogene Kündigung weise darauf hin, „dass die bereits bekannten Vorwürfe offenbar schwerwiegend waren“, so Ekkehard Klug (FDP).

wh

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