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Norddeutschland Leere Terminals in Hamburg
Nachrichten Norddeutschland Leere Terminals in Hamburg
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21:13 24.11.2016
Fluggäste warten am Hamburger Flughafen vor dem Info-Schalter der Lufthansa auf eine Beratung. FOTO: AXEL HEIMKEN/DPA
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Hamburg

. Auch am zweiten Tag des Pilotenstreiks bei der Lufthansa sind in Hamburg wieder die meisten Flüge ausgefallen. Von den 31 Ankünften und Abflügen auf den Strecken von und nach Frankfurt und München seien 27 gestrichen worden, sagte eine Flughafensprecherin gestern. Jeweils zwei Flüge nach München und Frankfurt konnten abheben.

In den Terminals war es leerer als üblich. Die Passagiere hätten sich offensichtlich auf den Streik eingestellt und seien über E-Mail und SMS gut informiert gewesen, sagte eine Sprecherin. Sie mussten auf die Bahn oder das Auto ausweichen oder über Zürich, Wien oder Brüssel reisen, falls sie einen Interkontinentalflug im Lufthansa-Netz antreten wollten. Rechnerisch konnten gestern etwa 5000 bis 6000 Passagiere nicht von und nach Hamburg fliegen. Bundesweit fielen mehr als 900 Flüge aus.

Die Vereinigung Cockpit (VC) verlängert ihren am Mittwoch begonnenen Ausstand bis morgen – heute sind allerdings nur Kurzstrecken-Flüge betroffen. Für den Hamburger Flughafen macht das keinen Unterschied. Von den für heute geplanten 31 Flügen nach Frankfurt und München sind bislang 25 gestrichen, ebenso bei den Ankünften. Nach München sollen vier Maschinen starten, nach Frankfurt zwei.

Insgesamt sollen heute 830 Flüge ausfallen, rund 100000 Passagiere sind betroffen. Anders als an den Vortagen werde die Langstrecke „nahezu planmäßig durchgeführt“. Insgesamt seien an den ersten drei Streiktagen mehr als 315000 Passagiere von 2618 Flugausfällen betroffen, resümierte die Lufthansa. Morgen wollen die Piloten dann alle Langstreckenverbindungen bestreiken, teilte Cockpit gestern Abend mit.

Lufthansa forderte die Gewerkschaft mit Nachdruck dazu auf, nach der 14. Streikrunde einer Schlichtung zuzustimmen. „Wir sind als Vorstand für mehr als 120000 Mitarbeiter verantwortlich und wollen Lufthansa zukunftsfähig aufstellen. Das wird mit einer Forderung von 20 Prozent mehr Lohn nicht möglich sein“, so Vorstandsmitglied Harry Hohmeister.

LN

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