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Norddeutschland Lehrer-Arbeitszeit: Gericht weist Klage ab
Nachrichten Norddeutschland Lehrer-Arbeitszeit: Gericht weist Klage ab
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20:12 21.09.2016
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Kiel

Der Philologenverband ist mit seinem Vorhaben gescheitert, eine Arbeitszeiterhöhung für seine Gymnasiallehrer aus dem Jahr 2010 per Gerichtsurteil wieder rückgängig zu machen. Das Verwaltungsgericht in Schleswig lehnte einen entsprechenden Antrag dreier Mitglieder ab.

Die Lehrer scheiterten aus formalen Gründen. Sie seien nicht klageberechtigt, befand das Gericht. Sie hätten sich gleich im Jahr nach der Erhöhung der wöchentlichen Pflichtstundenzahl von 24,5 auf 25,5 wehren und eine Normenkontrollklage anstrengen müssen. Allerdings fasste der Verband erst dann den Mut dazu, als ein Gericht im niedersächsischen Lüneburg kürzlich eine Arbeitszeiterhöhung durch das Hannoversche Bildungsministerium wieder einkassierte. Begründung dort: Das Land habe vorab nicht ermittelt, wie hoch die Arbeitsbelastung der Lehrer wirklich sei. Ein solches Urteil habe aber nachträglich keine Auswirkung auf die Rechtmäßigkeit der ebenfalls ohne eine solche Prüfung vorgenommenen Erhöhung in Schleswig-Holstein.

Beim Philologenverband ist man enttäuscht, sagt dessen Sprecher Jens Finger, der zugleich einer der drei Kläger war. Man werde jetzt aber politisch weiter für eine kürzere Arbeitszeit der jetzt schon vielfach überbelasteten Lehrer kämpfen. Als erstes solle das Land nun eine unabhängige Studie in Auftrag geben, um die Arbeitszeit der Lehrer je nach Fach, Schulart und Klassenstufe akribisch zu ermitteln.

In Hamburg hatte solch eine Studie 2001 tatsächlich die Einführung eines ganz neuen Lehrerarbeitszeitmodells vorbereitet.

wh

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