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Norddeutschland Letztes Interview als Ministerpräsident: Albig räumt Fehler ein
Nachrichten Norddeutschland Letztes Interview als Ministerpräsident: Albig räumt Fehler ein
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19:43 27.06.2017
Noch Ministerpräsident: Torsten Albig. Quelle: Lars Fetköter
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Lübeck

In seinem letzten Interview als Ministerpräsident hat Schleswig-Holsteins scheidender Regierungschef  Torsten Albig (SPD) Fehler im Landtagswahlkampf eingeräumt. Die Kampagne mit dem Wahlslogan "Mehr Gerechtigkeit für alle" war "zu widersprüchlich", sagte Albig den Lübecker Nachrichten (Mittwochsausgabe): "Es irritierte die Menschen, dass der Regierungschef und sein Wahlkampf so wirkten, als gingen wir gegen Missstände an, die ein großer Teil der Menschen nicht als solche empfindet."

Es sei auch ein Fehler gewesen, dem CDU-Herausforderer Daniel Günther und späteren Wahlsieger weitgehend aus dem Weg zu gehen: "Weil wir ihn für stark hielten, wollten wir ihm möglichst keine Plattform geben, auf der er mit dem Ministerpräsidenten zusammentraf", sagte Albig den LN. "Das war falsch. Ich hätte die direkte Auseinandersetzung mit ihm mehr suchen müssen, auch um die Beliebigkeit seiner Versprechen besser offenzulegen." Wenn er das noch einmal neu planen könnte, "würde ich mindestens einmal die Woche persönlich mit ihm streiten, auch um ihn in die Schranken zu weisen. Das wäre besser gewesen."

An diesem Mittwoch wird Albig noch einmal auf der Regierungsbank im schleswig-holsteinischen Landtag Platz nehmen und nach der erwarteten Wahl Günthers zum neuen Ministerpräsidenten diesem "Glück und Segen wünschen: Wir geben uns die Hand - und dann gehe ich."

Das ganze Interview können Sie später auf LN-Online.de oder am Mittwoch in den Lübecker Nachrichten lesen.

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