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Norddeutschland Litauer planten weiteren Einbruch
Nachrichten Norddeutschland Litauer planten weiteren Einbruch
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20:17 07.12.2017
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Kiel/Lübeck

Nach dem spektakulären Einbruch in die Zentrale der Förde Sparkasse im März 2017 fuhren die beiden Täter aus Litauen im gemieteten Jaguar XF kreuz und quer durch Deutschland, um weitere potenzielle Tatorte auszukundschaften. Dazu gehörte auch eine Bank in Lübeck.

Dies folgt aus der polizeilichen Innenraumüberwachung der Limousine, in der die Angeklagten vor ihrem letzten Sparkasseneinbruch am 2. April in Ilmenau (Thüringen) unterwegs waren.

Welches Lübecker Geldinstitut die seit acht Monaten in U-Haft sitzenden Männer in dem abgehörten Gespräch vom 28. März im Visier hatten, konnte die Kieler Staatsanwaltschaft gestern nicht mitteilen.

Die Mitschnitte zentraler Gesprächspassagen werden an den nächsten Prozesstagen noch einzeln abgehört und zugeordnet. Auch wenn es beim Ausspähen blieb, wertet die Anklage die Tatpläne als strafschärfenden Ausdruck hoher krimineller Energie.

Offenbar trugen die Litauer potentielle Zielobjekte zwischen München und Nürnberg, Frankfurt und Hannover in eine Liste ein und versahen sie je nach Eignung mit Plus- oder Minuszeichen.

Unterwegs träumten sie vom Millionen-Coup, dem Kauf teurer Rolex-Uhren in Italien und vom „Urlaub“ in Litauen. Einbrechen und Stehlen nannten sie „Arbeiten“, Leben wollten sie „wie Könige“. Nach dem letzten Sparkasseneinbruch in Ilmenau wurde das Duo am 2. April gestellt – mit rund 110 000 Euro und einem halben Pfund Gold im Fluchtwagen.

Thomas Geyer

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