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Norddeutschland Mandala trifft Autobahn
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08:04 31.07.2017

Die Malkreide? Die müsste irgendwo hinten im Schuppen sein. Kurz darauf haben die Kinder das Pflaster vorm Haus mit bunten Straßen, Häusern, Bäumen vollgemalt, radeln munter hindurch. Moment mal .

. . Straßen?

Da war doch was. Die A 21 bei Bornhöved. Sie ist längst fertig saniert. Neuer Untergrund, frischer Teer. Nur die Fahrbahnmarkierungen fehlen noch. Es findet sich keine Firma, die das vor Ende September erledigen könne, heißt es im Verkehrsministerium. Deshalb bleibt eine ganze Richtungsfahrbahn weiter gesperrt. Der Minister appelliert schon an die Baubranche, die öffentliche Hand jetzt bloß nicht im Regen stehen zu lassen.

Papperlapapp! Wer die bunten Straßen auf unserer Straße sieht, weiß: Eine frohe Ferienpass-Aktion muss her. Die Ministeriumsmitarbeiter müssten nur die Stellen vorgeben, an denen gepinselt werden soll. Dann würde aus dem Ausschreibungsdesaster flugs ein „Malen nach Zahlen“ oder auch ein „Mandalas malen auf Asphalt“. Okay, die Fahrbahnmarkierung wird vielleicht sehr bunt. Und manchmal etwas schief. Und es gäbe sicher den ein oder anderen Farbklecks dort, wo er eigentlich nicht hin soll. Andererseits: Das würde zugleich den Verkehr beruhigen. Wer nicht sicher sein kann, dass die Spur, auf der er fährt, nicht plötzlich enger wird oder ganz aufhört, der rast auch nicht so. Die Aktion ließe sich sicher auch ausweiten – aufs Schulflure streichen zum Beispiel oder Zebrastreifen pinseln. Das ganze Land im Ferienpassfieber. Wer hätte da noch Angst vorm Fachkräftemangel?

LN

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