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Norddeutschland Mann fühlt sich diskriminiert
Nachrichten Norddeutschland Mann fühlt sich diskriminiert
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21:10 10.10.2017
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Greifswald

. Das Gleichstellungsgesetz für den öffentlichen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist verfassungskonform. Das Verfassungsgericht in Greifswald wies gestern die Beschwerde eines Landesbeamten als unbegründet zurück. Der Mann hatte geklagt, da nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden und auch nur von Frauen gewählt werden können. Er sah sich dadurch diskriminiert.

Nach Ansicht der Richter ist die Wahlrechtsbeschränkung jedoch verhältnismäßig, um Frauen die verfassungsrechtlich garantierte Chancengleichheit zu gewährleisten. Frauen seien noch immer strukturell benachteiligt, was sich unter anderem in der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen zeige, sagte der Vorsitzende Richter Burkhard Thiele. Das Gleichstellungsgesetz sei in erster Linien noch immer auf die Frauenförderung ausgerichtet.

Das Gericht forderte den Gesetzgeber auf, die Entwicklung in den nächsten fünf Jahren sorgfältig zu beobachten. Der Kläger reagierte enttäuscht: „Ich werde weiter von einer Gleichstellungsbeauftragten vertreten, die ich nicht wählen darf.“ Gerade die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betreffe Männer im gleichen Maße wie Frauen, sagte er.

LN

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