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Norddeutschland Mann gesteht Missbrauch eines Jungen
Nachrichten Norddeutschland Mann gesteht Missbrauch eines Jungen
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20:27 22.06.2017
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Schwerin

Klein, schmal, mit gefesselten Füßen und das Gesicht hinter einem Aktenordner versteckt, betritt ein Mann den Gerichtssaal, der im Dezember 2015 einen elfjährigen Jungen in Schwerin vergewaltigt haben soll und erst über ein Jahr später gefasst wurde. Monatelang hatte die Polizei erfolglos nach dem heute 41-Jährigen gefahndet, der Fall wurde auch bundesweit in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY. . .ungelöst“ ausgestrahlt. Überführt wurde der mutmaßliche Täter schließlich durch einen Massen-DNA-Test, zu dem knapp 700 Schweriner Männer eingeladen worden waren. Kurz zuvor hatte der Junge seinen Peiniger erneut in der Innenstadt gesehen.

Sein Mandant schäme sich für die Tat, sagt der Verteidiger zum Prozessauftakt gestern auf dem Flur vor Saal acht des Schweriner Landgerichts in Kameras und Mikrofone. Er bereue sehr, was er dem Jungen angetan habe und habe auch schon mehrere Tausend Euro Schadenersatz an die Familie gezahlt. Die hässlichen Details des Falls will der Angeklagte möglichst innerhalb des Gerichtssaals halten, sein Anwalt beantragt den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Kammer verhandelt dann auch weitgehend hinter verschlossenen Türen – vor allem, um die Privatsphäre des kindlichen Opfers zu schützen.

Der Verteidiger trug nach der Verlesung der Anklageschrift ein Geständnis des Mannes vor, berichtete ein Gerichtssprecher. Kommende Woche sollen die Plädoyers gehalten werden.

LN

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