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Norddeutschland Maria Jepsen schrieb Kirchengeschichte
Nachrichten Norddeutschland Maria Jepsen schrieb Kirchengeschichte
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22:10 29.08.2017
Hamburg

Vor 25 Jahren, am 30. August 1992, wurde erstmals eine Frau als evangelisch-lutherische Bischöfin eingeführt. Maria Jepsen (47) nahm in der Hauptkirche St.

Michaelis das Amtskreuz von ihrem Vorgänger Bischof Peter Krusche entgegen. Das Evangelium enthalte klare Worte „gegen Bevormundung durch patriarchal geprägte Menschen“, sagte sie in ihrer Predigt vor 4000 Gästen. Geltungsdrang sei auch in der Kirche immer wieder Ursache für Streitigkeiten. Auf Autoritätsgehabe verzichtete sie denn auch während ihrer 18-jährigen Amtszeit.

Die Themen ihrer ersten Bischofspredigt wurden auch bestimmend für ihre Amtszeit. Jepsen erinnerte an die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen wenige Tage zuvor, den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien und die Hungerkatastrophe in Somalia. Maßstab der Kirche müssten die Menschen am Rand sein.

Die Männer müssten jetzt nicht „erschrecken ob einer Bischöfin“, sagte Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) beim anschließendem Empfang im Rathaus. Er bedauere es, witzelte der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, dass er nicht „Josef“ heiße. Das würde zu Maria gut passen. Gute Beziehungen zum Erzbistum waren denn auch prägend für Jepsens Amtszeit. Heute lebt die 72-Jährige mit ihrem Mann in Husum.

LN

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