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Norddeutschland Mehr Geld für Meeresforschung
Nachrichten Norddeutschland Mehr Geld für Meeresforschung
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20:10 24.03.2017
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Kiel

. Die Nordländer wollen die Meeresforschung durch eine Allianz stärken und vom Bund mehr Mittel für die Forschungsinstitute. „Wir gehen in die Diskussion mit einer Forderung von 100 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr“, sagte Schleswig-Holsteins Regierungschef Torsten Albig nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in Kiel. Aktuell bekommen die zehn Einrichtungen zusammen pro Jahr rund 400 Millionen Euro vom Bund.

Der „Deutschen Allianz für Meeresforschung“ wollen die Länder zudem selbst weiteres Geld bereitstellen. „Die norddeutschen Länder werden sich mit daran beteiligen müssen“, sagte Albig. „Über die Höhe wird in den weiteren Gesprächen mit dem Bund zu entscheiden sein.“ Die Forschungseinrichtungen im Norden seien keine Konkurrenten, sondern würden als gleichberechtigte Partner zusammen arbeiten.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz glaubt an einen Erfolg der Initiative. „Die Chance dafür ist riesig“, sagte er. „Denn das Thema gewinnt an Bedeutung.“ Für Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (beide SPD) ist klar: „Wir tun das auch für Deutschland, brauchen dafür aber auch die Unterstützung der Bundesregierung.“

Der Direktor des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Geomar, Peter Herzig, sprach vom Aufbau einer „European Ocean Agency (Esa) oder nassen Nasa“. „Das geht natürlich nicht zum Nulltarif.“

Ein Drittel der Summe würde für Groß-Expeditionen wie die Erkundung der Plastik-Teppiche im Pazifik verwendet. „Dafür brauchen wir mehrere Schiffe, die mehrere Monate daran arbeiten.“ Weitere 30 Millionen Euro pro Jahr sind laut Herzig für weitere Forscher geplant.

LN

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