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Norddeutschland Mehr Landesgeld für die Kultur
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20:29 14.11.2016
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Kiel

Drei Jahre nach der Vorstellung ihres Kulturkonzepts und sechs Monate vor der nächsten Landtagswahl hat Schleswig-Holsteins SSW- Kulturministerin Anke Spoorendonk Bilanz gezogen. Und die fällt nicht ganz unerwartet positiv aus. Viele der in diesen „Kulturperspektiven“ formulierten Ziele seien bereits umgesetzt, sagte die Ministerin. So seien zum Beispiel in den Bereichen kulturelles Erbe, kulturelle Teilhabe, der Entwicklung der kulturellen Infrastruktur und der Kulturförderung politische Schwerpunkte gesetzt worden.

Spoorendonk machte das auch am Kulturhaushalt der Landesregierung fest. So habe dessen Volumen innerhalb der vergangenen drei Jahre um rund 20 Prozent gesteigert werden können. 2013 habe der Kulturtitel im Landeshaushalt gut 26 Millionen Euro betragen, 2016 lag er bei knapp 33 Millionen Euro. Zugleich seien auch die Mittel für die Förderung der kommunalen Theater und Bibliotheken angewachsen.

Dabei fielen die Zuwachsraten allerdings gering aus. Die kommunalen Theater bekamen demnach 2013 noch 36,7 Millionen Euro, derzeit sind es 38 Millionen Euro. Die Bibliothek en bekamen 7,3 Millionen Euro, jetzt sind es 7,5 Millionen Euro. Spoorendonk hatte im Jahr 2013 einen Kulturdialog angestoßen, um neue Kooperationen anzuregen und ein tragfähiges Kulturkonzept zu entwickeln. Zentrale Punkte seien für die Landesregierung auch die Inklusion, sagte Spoorendonk. Außerdem müsse der zunehmenden Digitalisierung offensiv begegnet werden, um sie für die Kultur im Land gestalten zu können. Als besondere Herausforderung bezeichnete die Ministerin die kulturelle Integration der hohen Zahl von Flüchtlingen. Das bedeute, sich über die eigene Identität ebenso Gedanken zu machen wie die Bereitschaft, sich auf Fremdes einzulassen. Sorge bereite ihr das Erstarken nationalen Denkens und populistischer Parolen. Auch hierauf werde die Kulturpolitik Antworten geben müssen.wh

LN

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