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20:34 16.11.2016
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Hamburg

. Bischöfin Kirsten Fehrs hat am Buß- und Bettag zu einem achtsamen Umgang mit der Digitalisierung aufgerufen. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Privatleben des einzelnen Menschen wandle sich durch Computer, Internet und Smartphones fundamental, sagte die Bischöfin im Nordkirchen-Sprengel Hamburg und Lübeck gestern vor Führungskräften in Hamburg. Es sei die Herausforderung von Politik, Wirtschaft und Kirche, die Digitalisierung nicht zu verdammen, sondern dort zu fördern, wo sie Gutes bewirke, wo sie Menschen zusammenbringe und wo sie schwere Arbeit erleichtere.

Bischöfin Kirsten Fehrs wirbt dafür, Erlebnisse analog bewusst zu genießen. FOTO: DPA

„Zugleich aber müssen wir immer wieder darauf beharren, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen muss“, so Fehrs. Immer häufiger würden die direkte Begegnung und das unmittelbare Erleben durch digitale Kommunikation ersetzt, sagte die Bischöfin. Schöne Sonnenuntergänge oder Open-Air-Konzert würden oft nur noch durch das Display der Smartphones betrachtet: „Viele Menschen digitalisieren das Erlebnis, statt es analog zu genießen.“ Einkäufe im Laden würden durch Internetbestellungen ersetzt, die künftig auch durch Roboter oder Drohnen an die Kunden ausgeliefert werden könnten. Das werde die Struktur der Städte entscheidend verändern. Zugleich beschleunige sich das Arbeitsleben immer mehr. „Wir brauchen aber die unmittelbare Begegnung von Mensch zu Mensch“, bekräftigte die Bischöfin.

Vor allem komme es darauf an, Räume der Entschleunigung zu schaffen: „Wir sind nicht dafür gemacht, in Millisekunden zu leben und zu denken.“

Die Bischöfin traf sich bereits im dritten Jahr am Buß- und Bettag mit Verantwortlichen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Kirche in Hamburg. Die Begegnungen haben das Ziel, gemeinsam über die Zukunft der Stadt nachzudenken.

LN

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