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Norddeutschland Merkel und Rasmussen bekennen sich zur Beltquerung
Nachrichten Norddeutschland Merkel und Rasmussen bekennen sich zur Beltquerung
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21:14 12.04.2018
Angela Merkel (r.) und ihr dänischer Kollege Lars Løkke Rasmussen.

Man sei sich einig gewesen, „dass wir die Fehmarnbelt-Querung, die für Dänemark ja von großer Bedeutung ist, jetzt so zügig, wie das rechtlich möglich ist, voranbringen wollen“, sagte Merkel. Sie sprach mit Rasmussen auch über die Verzögerungen bei dem umstrittenen Milliardenprojekt. Insgesamt sei die bilaterale Zusammenarbeit gerade zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein sehr gut und intensiv, sagte die Kanzlerin. Die dänische Minderheit „gehört natürlich für uns auch zu Schleswig-Holstein dazu“.

Der 19 Kilometer lange Tunnel sollte eigentlich schon in diesem Jahr fertig sein, doch noch immer ist unklar, wann der Bau überhaupt beginnen kann. Erst vor drei Wochen hatte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) eine weitere Verzögerung in den Planungen einräumen müssen. Der Planfeststellungsbeschluss soll statt im Sommer nun erst Ende des Jahres vorliegen.

Laut Buchholz sind schwierige umweltrechtliche Fragen zu klären. Gegen die bisherigen Planungen waren in Deutschland weit mehr als 10 000 Einwendungen vorgebracht worden. Es wird damit gerechnet, dass Umweltschützer und Fährbetreiber gegen den Planfeststellungsbeschluss vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

Die Dänen tragen allein die Kosten für den Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødbyhavn in Dänemark. Deutschland muss nur für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen. Die Befürworter erhoffen sich von dem Großvorhaben kräftige wirtschaftliche Impulse. Die Gegner befürchten Schäden für die Natur und Nachteile für den Tourismus in Ostholstein während der Bauzeit.

Nach Angaben der Deutschen Bahn AG sind jetzt die Planfeststellungsunterlagen für den Streckenabschnitt Fehmarn vom Projektmanagement „Großprojekt Schienenanbindung Fehmarnbeltquerung (FBQ)“ beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht worden. Minister Buchholz begrüßte diesen Schritt als „wichtigen Meilenstein“ für das Gesamtprojekt.

Nun prüft das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Plausibilität der Unterlagen. Ergeben sich daraus Anpassungen oder Ergänzungen, arbeitet sie die DB Netz AG anschließend ein. Danach übermittelt das EBA die entsprechend angepassten Unterlagen an die zuständige Anhörungsbehörde, das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) des Landes Schleswig-Holstein.

LN

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