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Norddeutschland Millionen fürs Nano-Labor
Nachrichten Norddeutschland Millionen fürs Nano-Labor
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21:17 24.02.2016
Forscher Rodrigo Lima de Miranda mit Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, r.) im Nanolabor. Quelle: Charisius/dpa
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Kiel

. Das Nanolabor der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wird für 6,1 Millionen Euro ausgebaut. Dadurch soll die Industrie künftig noch mehr von der Forschungsarbeit des Kompetenzzentrums Nanosystemtechnik profitieren. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) übergab dem Dekan der Technischen Fakultät, Eckhard Quandt, gestern einen Scheck über gut drei Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Den Rest steuern die Uni selbst, das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie sowie zwei Firmen bei.

Albig bezeichnete die Nanotechnologie als „eines der großen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsfelder“. „Hier wird vorgedacht, was die Welt verändert“, sagte der Regierungschef. Als Beispiele nannte er die Forschung an Nanofluiden, die im Körper Viren angreifen. Das Kompetenzzentrum sei ein „elementar ökonomisch sinnvolles Projekt“. Nanotechnik werde in der Energietechnik, der Medizintechnik und der Informationstechnologie gebraucht. „Für jeden hat diese Technik einen Mehrwert.“

Konkret wollen die Kieler Forscher mit dem Geld einerseits eine neue Beschichtungsanlage für nur wenige Atomlagen dünne Strukturen und ein Laserinspektionsmikroskop kaufen. Anderseits sind fünf neue Stellen geplant, um Unternehmen zu beraten und Auftragsarbeiten übernehmen zu können. In der Forschungseinrichtung sollen 15 Ingenieure und Wissenschaftler den Kontakt zur Industrie halten und auch Unternehmen in neuen Techniken schulen.

Die Forscher des Kompetenzzentrums Nanosystemtechnik haben in den vergangenen Jahren unter anderem neuartige medizinische Implantate, superelastische Metalle und extrem empfindliche Sensoren entwickelt. Forscher arbeiten in Kiel an Chiplaboren für das schnellere Erkennen von Krankheiten, an medizinischen Implantaten wie Stents und Herzklappen, aber auch an neuartiger Batterie- und Solartechnik.

Laut Dekan Quandt kooperiert das Zentrum mit 14 Firmen, darunter auch Ausgründungen aus der Forschung. Sie nutzen den 300 Quadratmeter großen Reinraum des Nanolabors zum Teil für ihre Arbeit.

Uni-Präsident Lutz Kipp freut sich über den Ausbau des 600 Quadratmeter großen Nanolabors mit Blick auf die nächste Phase der Exzellenzinitiative des Bundes. „Unsere Chancen, Teil der nächsten Exzellenzinitiative zu sein, steigen damit spürbar“, sagte er. Das Kompetenzzentrum gebe der nächsten Bewerbung Rückenwind.

LN

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