Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Minister fordert mehr Respekt für Polizei
Nachrichten Norddeutschland Minister fordert mehr Respekt für Polizei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 02.08.2016
Anzeige
Kiel

. Den brutalen Angriff auf einen dabei schwer verletzten Polizisten am Wochenende in Kiel haben nach Angaben der Polizei etwa 30 Schaulustige verfolgt. Dabei soll die Attacke auch mit Smartphones gefilmt worden sein, teilte die Polizei gestern mit. Auf die Aussagen der Zeugen und deren Videoaufnahmen seien die Ermittler nun angewiesen und bitten die betreffenden Personen, sich zu melden.

Ein 37 Jahre alter Polizei-Obermeister war, wie berichtet, in der Nacht zum Sonntag im Kieler Problem-Stadtteil Gaarden auf dem Ostufer der Förde bei einer Kontrolle aus einer aggressiven Gruppe heraus von einem Mann von hinten unvermittelt geschlagen worden. Er erlitt dabei einen mehrfachen Nasenbruch, einen Bruch der Augenhöhle, einen Jochbeinbruch und einen Bänderriss am Fuß. Als Tatverdächtiger wurde ein 20-Jähriger ermittelt. Gegen dessen 21 Jahre alten Bruder läuft ebenfalls ein Verfahren.

Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) verlangte gestern eine gesellschaftliche Debatte über mehr Respekt. Es müsse darüber gesprochen werden, wie man sich gegenüber Rettungskräften oder Polizisten zu verhalten habe, sagte Studt. Schärfere Gesetze würden nach Ansicht des Ministers hingegen nichts bewirken. Es sei ja auch nicht so, dass diese Taten bisher nicht geahndet worden wären. „Strafverschärfungen haben aber zu null Veränderungen im Täterverhalten geführt.“ So sei der Paragraf 113, der im Strafgesetzbuch die Ahndung des Tatbestandes des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte regelt, ja erst im Jahr 2011 verschärft worden.

Die beiden Beamten waren bei einer Personenkontrolle angegriffen worden. Zuvor hatte es eine Laserpointer-Attacke auf ihren Streifenwagen gegeben. Der 20-jährige Tatverdächtige war nach der Attacke auf den 37-jährigen Beamten zunächst geflohen. Nach der Gewalttat leistete den Angaben der Polizei zufolge auch noch eine weitere Person aus der Gruppe heraus ebenfalls Widerstand gegen die beiden Beamten, die sofort Verstärkung anforderten. Ein 21-Jähriger wurde dann mit Hilfe von Pfefferspray überwältigt.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Dagmar Aaen“ kehrte gestern von der Ocean-Change-Expedition in die Antarktis nach Hamburg zurück.

02.08.2016

Ministerin Ernst sieht den Umgang mit neuen Medien als Kernkompetenz an.

02.08.2016

Ein 73 Jahre alter Mann ist am Dienstag in Rostock bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten Zeugen am Strand von Warnemünde eine leblose Person im Wasser entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert.

02.08.2016
Anzeige