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Misshandelte Vierjährige weiter auf Intensivstation - Ermittlungen eingeleitet

Hamburg Misshandelte Vierjährige weiter auf Intensivstation - Ermittlungen eingeleitet

Staatsanwaltschaft und Polizei wollten sich zu dem Fall in Hamburg nicht äußern.

Im Altonaer Kinderkrankenhaus ist das Mädchen wegen akuter Lebensgefahr mehrfach notoperiert worden.

Quelle: dpa

Hamburg. Nach der Einlieferung eines lebensgefährlich misshandelten Mädchens in eine Hamburger Notfallpraxis hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gegen wen sich die Ermittlungen richten, teilte die Behörde am Freitag zunächst nicht mit. „Nähere Einzelheiten zum Sachverhalt oder mögliche Tatverdächtige können noch nicht offen gelegt werden, entsprechende Untersuchungen laufen“, teilte die Behörde mit.

Das vierjährige Mädchen war am vergangenen Sonntag mit zahlreichen Hämatomen am ganzen Körper von einem Paar in die Notfallpraxis gebracht worden. Das vier Jahre alte Mädchen konnte mit einer Notoperation gerettet werden, es ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Die Mitarbeiter der Notfallpraxis hätten am Sonntag angesichts der schweren Verletzungen sofort die Polizei alarmiert. Bevor die Beamten kamen, habe das Paar bereits die Praxis verlassen.

Die Verletzungen begründeten den Verdacht auf „stumpfe Gewalteinwirkung“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird nun wegen versuchten Totschlags, Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Fälle von Kindesmisshandlung

Mehrere Fälle von schwerer Kindesmisshandlung hatten Hamburg in den vergangenen Jahren erschüttert. Die elfjährige Chantal war 2012 an einer Überdosis Methadon gestorben; die Heroin- Ersatzdroge war für ihre Pflegeeltern gedacht. Die dreijährige Yagmur überlebte 2013 die Misshandlungen durch ihre Mutter nicht. Zwei Jahre später soll ein 27-Jähriger seinen einjährigen Stiefsohn Tayler zu Tode geschüttelt haben. Der Mann muss sich derzeit vor Gericht verantworten. Im November 2015 hatten Ärzte mit einer Notoperation das Leben eines neun Monate alten Babys gerettet. Die Eltern stehen unter Verdacht, den kleinen Deljo beinahe zu Tode geschüttelt zu haben. Gegen Mutter und Vater wird wegen Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

In Eutin erregte im April dieses Jahres der Tod eines zweieinhalb Jahre alten Jungen Aufsehen. Das Kind soll stranguliert worden sein, unter Verdacht steht die Mutter.

LN

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