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Norddeutschland „Mit Händen und Füßen geht’s“
Nachrichten Norddeutschland „Mit Händen und Füßen geht’s“
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02:14 26.08.2016

Die Sonne lacht, die Menschen zieht es nach draußen. Volle Strände, volle Straßen, Cafés und Eisdielen sind gut besucht. Nicht nur Einheimische genießen das Sommer-Comeback, auch Touristen entdecken Schleswig-Holstein. Sie kommen aus Schweden, den Niederlanden oder aus der Schweiz. Der kleinste gemeinsame sprachliche Nenner ist meist Englisch. Eine Studie von EF Education First hat ergeben, dass die Menschen in Schleswig-Holstein damit kein Problem haben. Grund genug zu testen, wie weit man wirklich mit Englisch kommt.

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Wie kommt man als Tourist mit Englisch durch? Eine Studie bescheinigt den Norddeutschen gute Kenntnisse – Bei den vielen ausländischen Gästen ist das von Vorteil – Ein kleiner Test in Lübeck.

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Sprechen Sie Englisch?

EF Education First, Anbieter für Bildungsprogramme, testete 910000 Erwachsene in 70 Ländern auf ihre Englischkenntnisse. Deutschland landet auf Rang 11. Hamburger sind am besten, gefolgt von Bremern und Niedersachsen, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt. Schleswig-Holstein liegt im Mittelfeld.

Bei Fielmann soll die neue Sonnenbrille abgeholt werden. Hinterm Verkaufstresen steht Stefanie Bräuer. Als sie auf Englisch angesprochen wird, ist sie etwas überrumpelt, fängt sich dann schnell und fragt nach der Auftragsnummer. Das Wort für „Untergeschoss“ fällt ihr nicht sofort ein, dann schickt sie die Kunden mit eindeutigen Gesten „downstairs“. Später erzählt die 41-Jährige: „Man vergisst viel, wenn man nicht regelmäßig spricht. Aber mit Händen und Füßen kann man sich verständigen.“ Niederlassungsleiter Fred Haselbach ergänzt: „Wer ein schwieriges Anliegen hat, wird an andere Mitarbeiter verwiesen.“

Schwierig wird es für Dimitrios Michailidis, Inhaber des Café Traffico, selten. Er sagt: „Die wichtigsten Worte in der Gastronomie kennt fast jeder.“ Auch Walter Scussel vom Eiscafé Venezia hat keine Probleme, als er auf Englisch nach den verschiedenen Eissorten gefragt wird. Der Italiener wechselt gekonnt die Sprache. „Wir werden im Moment viel von Touristen gefordert“, erklärt er.

Kein Wunder, die Zahl ausländischer Besucher nimmt zu. „Dieser Markt wird immer wichtiger“, bestätigt Marc Euler, Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig- Holstein GmbH. Sein Appell an alle Touristiker: „Bitte stellt euch darauf ein und schult eure Mitarbeiter.“ Die Bereitschaft dazu sei da.

Theresa Noack und Nina Gottschalk

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