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Norddeutschland Mit falschem Lebenslauf Spitzenjob ergaunert
Nachrichten Norddeutschland Mit falschem Lebenslauf Spitzenjob ergaunert
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22:10 20.01.2017
Plön

Mit falschem Doktortitel und geschöntem Lebenslauf hatte ein vorbestrafter Betrüger (70) aus Bad Homburg im Sommer 2014 einen einträglichen Managerposten bei einem renommierten IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein erschlichen. Gestern verurteilte ihn das Plöner Amtsgericht wegen Betrugs zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Durch falsche Angaben sei der bereits drei Mal wegen Titelmissbrauchs verurteilte Angeklagte an die Spitzenposition gekommen, begründete der Richter das Urteil. Dadurch sei dem Arbeitgeber ein Vermögensschaden von 100000 Euro entstanden.

Nicht einmal sein Geburtsjahr hatte der Senior wahrheitsgemäß angegeben, als er sich um die Stelle als Geschäftsführer der Firma mit damals rund 50 Mitarbeitern bewarb. Der 1946 geborene Mann machte sich 17 Jahre jünger, montierte am PC falsche Daten in die Kopie seines Personalausweises. Mit der mangelnden Konkurrenzfähigkeit seines Alters warb er vor Gericht um Verständnis.

Die Chefs der Unternehmensgruppe wunderten sich zwar über das angebliche Alter, doch sein Lebenslauf war perfekt zugeschnitten auf ihr Anforderungsprofil. Im August 2014 bekam er den zunächst auf fünf Monate befristeten Managerposten. Laut Kontoauszügen kassierte der Angeklagte monatlich 13 000 Euro plus Spesen für Dienstreisen nach München, Hamburg und Berlin.

Weil bis zum Jahreswechsel die erhofften Erfolge ausblieben, verlängerte der Arbeitgeber den Vertrag. Doch dann wuchsen die Zweifel der Vorgesetzten, ein Detektivbüro wurde beauftragt, der Angeklagte flog auf. gey

LN

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