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Norddeutschland Mitschüler erstochen: Fünf Jahre Haft für 18-Jährigen wegen Mordes
Nachrichten Norddeutschland Mitschüler erstochen: Fünf Jahre Haft für 18-Jährigen wegen Mordes
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21:23 10.12.2015
Nach der Tat brannten Kerzen vor der Schule. Quelle: dpa

Im Prozess um einen tödlichen Messerangriff auf einen afghanischen Schüler in Hamburg-Wilhelmsburg hat das Landgericht einen ebenfalls aus Afghanistan stammenden 18-Jährigen zu fünf Jahren und drei Monaten Jugendstrafe verurteilt. Er sei des Mordes schuldig gesprochen worden, teilte ein Gerichtssprecher mit. Nähere Angaben machte er nicht. Die Urteilsverkündung fand wie der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war.

Im vergangenen April hatte der damals 17 Jahre alte Afghane einen gleichaltrigen Mitschüler im Klassenraum niedergestochen und tödlich verletzt. Das Opfer war wie der Täter als unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Beide besuchten an der Nelson-Mandela-Schule einen Deutsch-Vorbereitungskurs. Der 17-Jährige erlag noch im Klassenraum seinen schweren Verletzungen. Der Angreifer ließ sich widerstandslos festnehmen und legte ein Geständnis bei der Polizei ab. Die Tat geschah vor den Augen von weiteren Mitschülern. Eine Schülerin erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Zum Ablauf der Tat hatte die Polizei im April erklärt, das spätere Opfer sei in einer Pause in den Klassenraum des Verdächtigen gegangen, um mit ihm zu reden. Nach einem Wortgefecht habe der inzwischen 18-Jährige unvermittelt mit einem Küchenmesser auf den Mitschüler eingestochen. Das Motiv blieb unklar. Die Bluttat hatte für Entsetzen in Hamburg gesorgt. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) besuchte wenige Stunden später die Schule und zeigte sich betroffen. „Ein Schatten ist auf unsere Stadt gefallen“, sagte er. Die Nelson-Mandela-Schule besuchen 1000 Schüler aus mehr als 50 Nationen.

LN

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