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„Muss es erst Tote geben?“

Hannover „Muss es erst Tote geben?“

Bund der Kriminalbeamten kritisiert Fahndung nach räuberischem RAF-Trio.

Hannover. Weil drei ehemalige RAF-Terroristen noch immer auf freiem Fuß sind, übt der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) scharfe Kritik an den Ermittlungsbehörden in Niedersachsen. Der stellvertretende BDK-Landesvorsitzende Hans-Dieter Wilhus warnt davor, die Täter zu unterschätzen. „Wir reden hier nicht von Ladendieben, sondern von hochgefährlichen und mit Sturmgewehr und Panzerfaust bewaffneten Terroristen, die durch das Land fahren und bewaffnete Raubüberfälle verüben“, sagte er. Man dürfe nicht erst über Fehler bei den Ermittlungen diskutieren, „wenn jemand zu Tode gekommen ist“. Wilhus zeigte Unverständnis dafür, dass die Ermittlungsarbeit einzelnen Polizeidienststellen überlassen bleibe, statt zentral beim Bundeskriminalamt gebündelt zu werden. Zu prüfen sei auch, ob nicht der Verfassungsschutz eingebunden werden müsse, um eine eventuelle linksextreme Unterstützerszene in den Blick zu nehmen. Den drei Ex- RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (61), Burkhard Garweg (47) und Daniela Klette (57) werden mehrere Raubüberfälle zugeschrieben, zuletzt der am 25. Juni in Cremlingen bei Braunschweig. Dort hatten drei Täter einen Geldtransporter eingekeilt, der gerade die Tageseinnahmen eines Dänischen Bettenlagers abholen wollte. Sie bedrohten den Fahrer mit einer Panzerfaust und feuerten mit einer Kalaschnikow gegen den Wagen und in die Luft. Dann rasten die drei mit einem der Autos davon, im Gepäck eine beachtliche Beute – die Rede ist von 400000 Euro. Es ist bereits der neunte Überfall der ehemaligen Terroristen in Niedersachsen seit 2011. Noch Anfang Juni hatte sich Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zuversichtlich gezeigt, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis die Täter ergriffen werden. Doch die drei sind immer noch auf freiem Fuß.

Das Landeskriminalamt weist die Kritik an der Ermittlungsarbeit zurück: Die bundesweite Fahndung sei schon vor einem Jahr, als man erstmals DNA-Material der Täter habe sichern können, beim LKA zentralisiert worden. Als Erfolg verbuchen die LKA-Ermittler, dass sie viele Erkenntnisse über die Ex-RAF-Leute sammeln konnten. Über 600 Hinweise gingen ein, doch der entscheidende Tipp war nicht dabei.

H. Randermann

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