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Norddeutschland Mutter erstochen: Gutachter hält Sohn für nicht schuldfähig
Nachrichten Norddeutschland Mutter erstochen: Gutachter hält Sohn für nicht schuldfähig
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21:10 27.06.2013
Lübeck

Aufgrund seiner psychotischen Störung sei die Einsichtsfähigkeit des Mannes zur Tatzeit mit großer Wahrscheinlichkeit aufgehoben gewesen, sagte der Gutachter. Der Beschuldigte hatte bereits zu Verhandlungsbeginn ausgesagt, Stimmen hätten ihm befohlen, seine Mutter zu töten. Eine Krankenschwester berichtete, der 31-Jährige habe Stunden vor der Tat im Krankenhaus um Hilfe gebeten. „Er wollte nicht allein sein und mit jemandem reden“, sagte die Zeugin.

Wegen Totschlags steht der 31-Jährige in Lübeck vor dem Landgericht. Ziel des Verfahrens ist wegen der fehlenden Schuldfähigkeit keine Gefängnisstrafe, sondern die Unterbringung in der forensischen Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Am 2. Januar hatte der Mann seine Mutter in ihrer Wohnung in Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg getötet. Mit einer Schere habe er etwa 60 mal auf sie eingestochen, mindestens 16 Stiche hätten das Herz getroffen, sagte der Gerichtsmediziner in seinem Gutachten. Der Tod sei durch Verbluten eingetreten, stellte der Gerichtsmediziner fest.

In der Nacht vor der Tat war der 31-Jährige in die Psychiatrie des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht gebracht worden, nachdem er in einem Bus von seinem Vorhaben berichtet hatte, seine Mutter zu töten. Die diensthabende Ärztin ließ ihn am nächsten Morgen gehen. Gegen sie wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Die Verhandlung wird am 2. Juli mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung fortgesetzt.

LN

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